Ein dreifaches „Fåsnåcht bleib do!“

Der Fåsnåchts-Obmann und Komiteevorsitzende Christian Härting (stehend) kann sich auf die Telfer Fåsnåchter verlassen. Der Andrang bei der Stefanisitzung im RathausSaal war riesig.  RS-Foto: Schnöll

503 Fåsnåchter brachten bei der Stefanisitzung im RathausSaal ihre Freude auf das „Schleicherlaufen“ zum Ausdruck

Der Telfer Untermarkt befand sich am Stefanitag im Ausnahmezustand. Grund: Das Fåsnåchtskomitee hatte im RathausSaal zur Stefanisitzung geladen, bei der nach fünf Jahren „Schleicherlaufen-Abstinenz“ von Komitee-Obmann Christian Härting die Frage aller Fragen gestellt wurde. Nämlich die, ob man heuer am 2. Feber in die Fåsnåcht geht. Ein un-übertönbares „Fåsnåcht bleib do“ ließ den Saal erbeben. 

Mit Musik, Trommelschlägen und Gesang zogen die einzelnen Fåsnåchtsgruppen durch den Untermarkt zum RathausSaal — ohne weibliche Begleitung, wie die Statuten es verlangen. Die Mitglieder der einzelnen Gruppen brachten auch im Saal ihre riesige Vorfreude auf das „Schleicherlaufen 2020“ zum Ausdruck. Auch das Komitee, angeführt von Bürgermeister Christian Härting, dem Obmann der Telfer Fåsnåcht, und seinem Stellvertreter Gerhard Schartner, war das Fåsnåchtsfieber anzusehen. „503 Burschen und Männer werden heuer beim Schleicherlaufen dabei sein. Der jüngste Fåsnåchter ist sieben Jahre, der älteste 86. Das Durchschnittsalter liegt bei 45 Jahren und drei Monaten, 86 Prozent der Fåsnåchter kommen aus Telfs“, verkündete Obmann Härting bevor er die längst ersehnte Frage stellte: „Gehen wir heuer in die Fåsnåcht?“ Die Hände flogen förmlich nach oben und ein kräftiges JÅÅÅÅ… war die Antwort. 

ZÄHNE GEOPFERT. Für fünf Männer war die Stefanisitzung ein besonderer Tag. Sie feierten nämlich Geburtstag und erhielten eine Flasche Selbstgebrannten. Unter den Geburtstagskindern war auch der ehemalige Bezirkshauptmann Herbert Hauser, der bei den „Wilden“ der „Panzentreiber“ ist. „Panzenaffe“ ist beim „Schleicherlaufen“ am 2. Feber Walter Stubenböck, der am Unterkiefer einige „Beißerchen“ opferte, um beim Umzug seine „rote Affenzunge“ zeigen zu können. Vor dem „Schleicherlaufen“ prägen noch etliche Veranstaltungen das Fåsnåchtstreiben. Unter anderem das Naz-Ausgraben am 6. Jänner (ab 18 Uhr), am 8. Jänner (18 Uhr) die Eröffnung der Ausstellung der Telfer Fåsnåchtskrippe im Volkskunstmuseum, am 10. Jänner das „Sunna-Festl“ im RathausSaal und am 11. Jänner das „Eseleinführen“ der „Bärengruppe“. Über die weiteren Veranstaltungen wird die RUNDSCHAU demnächst berichten.

Zähne ade: Walter Stubenböck ist der „Panzenaffe 2020“. Foto: Die Wilden
Keine einzige Hand blieb unten, als Fåsnåchts-Obmann Christian Härting die Frage stellte, ob man heuer in die Fåsnåcht geht. RS-Foto: Schnöll
Traditionell ließen die „Herolde“ zum offiziellen Fåsnåchtsauftakt ihre Trompeten für eine Fanfare erklingen. RS-Foto: Schnöll
Die „Bären“ beim lautstarken Einmarsch in den RathausSaal. Riesiger Applaus begleitete die illustre Truppe. RS-Foto: Schnöll
Die „Musibanda“ brachte mit einigen Ständchen ihre Vorfreude auf das „Schleicherlaufen 2020“ zum Ausdruck. RS-Foto: Schnöll
Die „Laninger“ heizten bereits vor der Stefanisitzung am „Wallnöfer-Platz“ die Stimmung auf. RS-Foto: Schnöll