Ein Dutzend zusätzliche Arbeitsplätze

VBgm. Patrick Wolf

Spezialitätenmetzgerei Wetter Wild GmbH errichtet Zweigniederlassung in Schnann

Der Appenzeller Spezialitätenmetzger Markus Wetter hat von der Agrargemeinschaft einen Grund im Schnanner Gewerbegebiet gekauft. Entstehen wird – nach verzögertem Baubeginn – noch heuer eine Zweigniederlassung. Es entstehen rund zwölf neue Arbeitsplätze. Derzeit werden im Schnanner Gewerbegebiet insgesamt 70 Arbeitsplätze in fünf Betrieben geschaffen.

Mit etwas Verspätung wird der für Herbst 2015 angesetzte Baubeginn der Zweigniederlassung des Schweizer Metzgereibetriebes Wetter in den kommenden Wochen erfolgen. „Wir stehen nun in der Endphase, der Baubeginn sollte im April oder Mai erfolgen“, informiert Markus Wetter. Ein Brandschutzgutachten und ein geologisches Gutachten, das Grundwasservorkommen belegte, führten zu Verspätungen: „Die Bauverhandlung fand im Dezember statt – daraufhin waren drei Nachreichungen gefordert, daher kam es zu Verzögerungen“, informiert der Bauherr. Das Ergebnis des geologischen Gutachtens hat den Spezialitätenmetzger gezwungen, das Projekt umzuplanen: „Die geologischen Gegebenheiten forderten Auflagen mit zu hohen Baukosten“, so Markus Wetter, „die Baubewilligung sollte nun in zwei bis drei Wochen einlangen“, zeigt er sich zuversichtlich.

ARBEITSPLÄTZE FÜR DIE REGION. Markus Wetter kalkuliert aktuell mit ca. zwölf Vollzeitarbeitsplätzen in den Berufssparten Metzger, Verkaufs- und Reinigungs- als auch Verwaltungspersonal. In den Vordergrund stellt der Schweizer Unternehmer die Zusammenarbeit mit regionalen Produzenten: „Wir möchten in unserer Zweigstelle regionale Produkte aller Art wie Käse, Schnaps u. v. m. vermarkten und verkaufen.“ Die Idee dahinter heißt „Leben & Genießen“, Wetter will seinen Kunden etwas Spezielles bieten und mit den Betrieben im Gewerbegebiet kooperieren. Wetter erklärt, kein Mitbewerber für die bereits bestehenden Betriebe sein zu wollen: „Man sollte sich gegenseitig befruchten“, so das Anliegen.

REGIONALITÄT IM VORDERGRUND. Kooperiert wird auch mit dem Tiroler Jägerverband: „Mit dieser Kooperation des Tiroler Jägerverbandes und der Wetter Wild GmbH wird das Spezialitätenangebot erfolgreich erweitert“, heißt es über die Zusammenarbeit, die die Regionalität der Produkte in den Vordergrund rücken soll. Die Verarbeitung der Wildspezialitäten solle in der Zweigniederlassung in Schnann erfolgen. Im Sortiment finden sich neben Wild- auch andere Fleischspezialitäten wie rohes oder Trockenfleisch, Würste u. v. m., aber auch andere regionale Produkte wie Quellwasser, Käse oder Schnaps in allen Preissegmenten. „Wir wollen zu einer Art Feinschmeckeroase werden“, so Markus Wetter, der anmerkt, dass ein „Stück Appenzell“ auch in Schnann zu finden sein wird: „Wir planen inmitten der Verkaufsräumlichkeiten eine Art „Appenzeller Hütte‘ zu integrieren.“

70 ARBEITSPLÄTZE IM GEWERBEGEBIET. Erfreut über diese Betriebsansiedlung im Schnanner Gewerbegebiet ist natürlich auch Bgm. Manfred Matt. Insgesamt werden rund 70 Arbeitsplätze in den Betrieben Bäckerei Ruetz, s“Fäscht, Gärtnerei Falch, OMV-Tankstelle sowie der KFZ-Werkstätte Ladner geboten. „Wir sind froh, dass wir wieder einen Metzgereibetrieb im Stanzertal haben … Dieser hat eine regionale Bedeutung für uns“, erklärt Manfred Matt zum angesiedelten Betrieb, der eine „Verbindung zwischen einer Metzgerei und der Landwirtschaft“ herstellen soll.

Von Elisabeth Zangerl

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