Ein Freudentag

Die neue Station Kirche wird östlich des jetzigen Standorts realisiert. Foto: Komperdellbahnen Serfaus
Freuen sich über einen termingerechten Baubeginn zum Projekt der Erneuerung der Dorfbahn Serfaus: die beiden Geschäftsführer der Komperdellbahnen Stefan Mangott (l.) und Georg Geiger. RS-Foto: Zangerl

Serfaus: Spatenstich des U-Bahn-Projektes erfolgte

Der 19. April war ein Freudentag für die Gemeinde Serfaus. Nach dreijähriger Vorlaufzeit ist an diesem Tag der positive Bescheid zum 24 Millionen Euro teuren Megaprojekt der Erneuerung der Dorfbahn eingetroffen. Am 24. April fand der offizielle Spatenstich statt – realisiert wird das Projekt in drei Baustufen.

Von Elisabeth Zangerl

„Es wurde genehmigt“ – diese Hiobsbotschaft verkündeten die beiden Geschäftsführer der Komperdellbahnen Stefan Mangott und Georg Geiger bei der Charity Adventure Night. Die Dorfbahn, die seit 1985 in Betrieb ist und seither fast 30 Millionen Personen befördert hat, ist in die Jahre gekommen. „Es war einfach nicht mehr zeitgemäß“, informiert Stefan Mangott besonders über die Tatsache, dass die Stationen nicht behindertengerecht ausgestattet waren und auch nicht mit einem Kinderwagen passiert werden konnten. „Die neuen Stationen werden offener, heller, großzügiger und selbstverständlich barrierefrei sowie passierbar mit Kinderwagen sein“, führt Mangott weiters aus und: „Es ist dabei noch zu erwähnen, dass die neuen Stationen zugluftfrei sein werden, die Bahnsteige werden offen mit Glasfronten gestaltet.“

 

Drei Bauphasen. Der offizielle Spatenstich zum Projekt erfolgte am Montag, konkret wird in diesem Jahr mit der ersten Bauphase gestartet. Gebaut wird hauptsächlich in der Zwischensaison, um einen Betrieb während der Hauptsaisonzeiten uneingeschränkt zu gewährleisten. Während der ersten Bauphase werden die Stationen Seilbahn, Kirche neu und die Station Parkplatz umgebaut: „Die Umbauarbeiten starten von nun an bis zum Sommer – mit dem Fahrbetrieb starten wir ab 8. Juli, zwischenzeitlich (die Sommersaison startet Mitte Juni) werden wir Shuttlebusse als Transfermittel einsetzen“, informiert Mangott. Die Station Kirche wird übrigens östlich der jetzigen Station neu errichtet – daher beeinflusst diese Baustelle den Betrieb der Dorfbahn während der Sommersaison nicht. Weiter geht’s dann mit den Bauarbeiten der ersten Phase im Herbst: „Diese Stationen sollen dann bis zur Wintersaison in neuem Glanze erstrahlen“, so Mangott, der überleitet zu Phase zwei im kommenden Jahr: „Die Station Zentrum und das Raiffeisen-Gebäude werden hierbei erneuert – des Weiteren wird die gesamte Elektro- und Antriebstechnik getauscht, in der finalen Phase wird ein neuer Wagenzug mit drei durchgängigen Wägen realisiert.“ Möglicherweise wird nach Phase zwei ein Jahr Pause eingelegt: „Es gibt Überlegungen die Talstation der Komperdellbahn umfangreich umzubauen“, lässt Mangott einblicken. Dies erweist sich als notwendig, da die Förderleistungen erheblich steigen werden. Im Endausbau werden bis zu 3000 Personen befördert werden, bisher waren es 1600. Auch die Intervalle verkürzen sich von zehn auf neun Minuten. „Es werden nicht mehr 270 Personen in zehn, sondern 400 in neun Minuten befördert“, erläutert Mangott.

 

„Bis zur letzten Minute ausgereizt“. Wie erhofft, langte der positive Bescheid des BMVIT (Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie) nach Ende der Wintersaison ein. Eingereicht wurden die Unterlagen bereits im Oktober des Vorjahres, die Vorlaufzeit des Projektes erwies sich als enorm: „Wir sind von diesem geplanten Baubeginn ausgegangen – drei Jahre Vorbereitungszeit waren jedoch mit größten Anstrengungen verbunden – dieser Zeitrahmen wurde bis zur letzten Minute ausgereizt“, erklärt Mangott gegenüber der RUNDSCHAU.

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