Ein Jahr in Zahlen

Alljährlich vergleicht die Bezirkshauptmannschaft Imst die Zahlen der vergangenen fünf Jahre. RS-Foto: Archiv

BH Imst veröffentlicht Jahresstatistik 2019

Anfang des Jahres gibt die Bezirkshauptmannschaft Imst traditionell ihre Jahresstatistik für das vergangene Jahr bekannt. Auch heuer vergleicht die Behörde wieder die vergangenen fünf Jahre. Dabei lassen sich einige Trends und Änderungen im Vergleich feststellen – vor allem im sozialen Bereich.

Von Barbara Heiss

Besonders auffallend in der diesjährigen Jahresstatistik ist der Rückgang der ausgegebenen Gelder im Bereich Soziales im Bezirk Imst: Waren es im Jahr 2018 noch 2.282.488,88 Euro, die in diesen Bereich flossen, waren es im Jahr 2019 nur mehr 1.953.071,93 Euro. Dies sei laut Bezirkshauptmann Raimund Waldner vor allem auf das Thema Flüchtlinge zurückzuführen: „Wir konnten in diesem Jahr erneut weniger Flüchtlinge, an welche die Mindestsicherung ausbezahlt wurde, verzeichnen.“ Zudem sei man in Sachen Mindestsicherung „strenger“ geworden, so Waldner. Vor allem die Höhe der ausbezahlten Mindestsicherungen seien eingeschränkt worden.

„Sensibler als früher“

  Auch beim Thema Jugendwohlfahrt haben sich die Zahlen zum Jahr 2018 verändert: Deutlich weniger Kinder befanden sich im Jahr 2019 in fremder Pflege – die Zahl sank von 72 auf 57 Kinder. Generell sinkt diese Zahl seit Jahren stetig. „Es ist uns ein Bemühen, dass Kinder bei ihren Familien bleiben können, deshalb sinkt auch die Zahl der Kinder in Fremdpflege“, so Waldner und erklärt weiter: „Wenn der Aufenthalt der Kinder in den eigenen Familien gut gelingt, ist allen gedient.“ Hingegen gestiegen ist die Zahl der Gefährdungsmeldungen. Lag diese im Jahr 2018 noch bei 133 Meldungen, stieg sie im vergangenen Jahr auf 165. „Das liegt vor allem daran, dass die Menschen bei diesem Thema sensibler geworden sind. Schulen, Kindergärten, aber auch Nachbarn werden häufiger auf Missstände aufmerksam und scheuen sich auch weniger, diese zu melden. Ein Meldung bedeutet aber nicht unbedingt, dass auch wirklich Missstände vorliegen. Jede Meldung wird zuerst von den zuständigen Behörden geprüft und bei tatsächlichen Vergehen entsprechende Maßnahmen eingeleitet“, erklärt der Bezirkshauptmann.

Verkehr bleibt großes Thema

Insgesamt flossen im Jahr 2019 3.927.145,72 Euro aus Strafgeldern in die Amtskasse, etwas mehr als noch 2018. Über 90 Prozent davon gehen laut Bezirkshauptmann Waldner auf Verkehrsstrafen zurück. Zudem gab es im vergangenen Jahr mehr Verkehrsunfälle (2019: 2125) als in den Jahren zuvor. 29 davon waren auf Trunkenheit am Steuer zurückzuführen. Auch jene Verkehrsunfälle mit Fahrerflucht stiegen um 68 an (2019: 169). Mehr als die Hälfte der 350 entzogenen Lenkberechtigungen wurden aufgrund von Alkohol am Steuer abgenommen. Insgesamt sank die Zahl der entzogenen Führerscheine von 364 (2018) auf 350 (2019).

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