Ein neuer Pfarrer für Oetz-Sautens

Pfarrer Mag. Krzysztof Kaminski und Diakon Mag. (FH) Mag. Markus Köck mit den Ministratinnen und Ministranten. RS-Foto: Hirsch

Pfarrer Krzysztof Kaminski übernimmt die Leitung des Seelsorgeraums

Bei strahlendem Wetter wurde in Sautens der neue Pfarrer Krzysztof Kaminski offiziell willkommen geheißen. Seit 1. September ist er Pfarrprovisor der Pfarren Oetz und Sautens und leitet den Seelsorgeraum Oetz-Sautens. Am vergangenen Sonntag wurde der neue Pfarrer mit einer heiligen Messe und der Mariä-Namen-Prozession feierlich begrüßt.

Von Friederike Hirsch

Die spätklassizistische Kirche in Sautens präsentierte sich am Sonntag von ihrer schönsten Seite, als der neue Pfarrprovisor Krzysztof Kaminski gemeinsam mit dem Diakon Markus Köck und den Ministranten die Steintreppe zur Kirche hinaufstieg. Schützen, Trachtenverein, die Musikkapelle, der Gemischte Chor, eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr, Vertreterinnen und Vertreter des Kirchengemeinderates und des Pfarrkirchenrates waren gekommen, um den neuen Seelsorger zu empfangen.
Freude. Bürgermeister Manfred Köll eröffnete den Gottesdienst mit den Worten: „Es ist nicht selbstverständlich, dass man heute noch einen Pfarrer in der Gemeinde hat. Ich wünsche unserem neuen Pfarrer eine gute Hand für unsere Gemeinde und heiße dich herzlich willkommen.“

Werdegang.

Pfarrer Krzysztof Kaminski stammt aus Polen, wo er 1965 geboren wurde und mit vier Geschwistern aufwuchs. Dazu meinte er: „Ich bin seit 2002 in Tirol. Mit den unterschiedlichen Dialekten in Tirol ist es ein bisschen schwierig, aber ich werde mich bemühen. Sprache ist für das Zusammenleben wichtig, aber genauso wichtig ist das Zuhören. Wir sollten unsere Worte verstehen und so werden wir auch das Wort Jesu verstehen. Denn alle Völker und Sprachen sind vereint in der Heiligen Kirche.“ Erste Erfahrungen in der Diözese Innsbruck machte Kaminski in der Klinikseelsorge. Nach Tätigkeiten als Kooperator in den Pfarren Axams, Birgitz und Grinzens war er zwischen 2007 und 2014 im Seelsorgeraum St. Paulus und St. Primin tätig. Dann wechselte er in die Leutasch. Seit 1. September ist er nun Pfarrprovisor der Pfarren Oetz und Sautens und leitet den Seelsorgeraum Oetz-Sautens. In einem Seelsorgeraum sind mehrere rechtlich selbständige Pfarren miteinander verbunden. Sie beschreiten einen gemeinsamen pastoralen Weg, indem sie ihre Angebote koordinieren und gemeinsame Schwerpunkte setzen.

Fest.

Diakon Markus Köck stellte während der heiligen Messe die bekannte Amtseinführungsfrage: „Bist du, Krzysztof, bereit, die Aufgabe in Sautens zu übernehmen?“ Nachdem der neue Pfarrer die Frage mit „Ja, das bin ich“ beantwortet hatte, überreichte der Diakon dem neuen Pfarrprovisor das Ernennungsdekret von Bischof Hermann Glettler, den Schlüssel zur Kirche und die Heilige Schrift zur Verkündung. „Der Schlüssel steht dabei als Symbol für alle Schlüssel der Pfarrei,“ bekräftigte der Diakon. Die heilige Messe, gestaltet von Krzysztof Kaminski, Diakon Markus Köck, dem Wortgottesdienstleiter Gerhard Auer und dem Gemischten Chor Sautens, war eine festliche, würdevolle Feier rund um den Pfarreinstand.

Versprechen.

Nach der Mariä-Namens-Prozession gab es noch einen Ehrensalut der Schützenkompanie Sautens. Mit einem Schluck „Selbergebrannten“ und einem Geschenkkorb endete der offizielle Teil. Pfarrprovisor Krzysztof Kaminski nahm die Gelegenheit wahr, während der Agape am Kirchplatz mit den Gemeindebürgern ins Gespräch zu kommen. Der neue Pfarrer versprach dabei, gemeinsam mit den Sautnern den Hausberg von Sautens, die Blose (2538m), zu besteigen und dort eine Messe abzuhalten.

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