Ein neues Gesicht

Im Bild: SP-Bezirksvorsitzende und EU-Parlamentarierin Karoline Graswander-Hainz, der frischgebackene Stadtparteichef Richard Aichwalder und der stellvertretende Landesparteivorsitzende Georg Dornauer (v.l.) RS-Foto: Matt

SPÖ Imst: Richard Aichwalder übernimmt für Vincenzo Diana

Vergangenen Freitag stellte sich Richard Aichwalder offiziell als neuer Imster SPÖ-Stadtparteichef vor, der zugleich auch das rote Mandat im Gemeinderat übernimmt.

Von Manuel Matt

Seine erste Gemeinderatssitzung hat er bereits hinter sich und auch am vergangenen Freitagvormittag zeigte sich Richard Aichwalder hochmotiviert angesichts seiner künftigen Aufgaben als SPÖ-Stadtparteichef und zugleich einziger roter Mandatar. Politik, das bedeute für ihn Gestalten, sich dafür Einsetzen, dass der Mensch im Mittelpunkt steht, sagt der berufsmäßige Sommelier und zweifache Vater, der in seiner politischen Arbeit innerhalb der Stadtgemeinde ein gemeinsames Miteinander sowie das Verabreichen der „nötigen sozialen Dosis“ in vielerlei Bereichen – wie etwa beispielsweise dem Pflegewesen – als Prioritäten sieht. Anstreben würde er eine Mitgliedschaft im Überprüfungs- und Sportausschuss sowie im Kuratorium Betagtenheim, Familie, Senioren, Integration.

Wechsel.

Der 34-Jährige folgt auf Vincenzo Diana, der seine Ämter aufgrund des Verlegens seines Lebensmittelpunktes nach Zams niederlegte. „Froh über den guten Wechsel“ zeigte sich Bezirksparteivorsitzende Karoline Graswander-Hainz, die ebenso eine Veränderung, aber auf anderer Ebene, bekanntgab. Nach rund drei Jahren in Brüssel und Straßburg werde sie für die nächste Legislaturperiode aus persönlichen Gründen nicht mehr als Abgeordnete dem Europäischen Parlament zur Verfügung stehen. Gewiss keine leichte Entscheidung, dafür bleibe nun mehr Zeit und Präsenz für die Arbeit in der Bezirkspartei, blickt Graswander-Hainz auf das halbvolle Glas. Bis zum 26. Mai, ihrem letzten Tag als EU-Parlamentarierin gebe es aber noch allerhand Arbeit, kündigt die frühere Volksschuldirektorin an.

„Besonderes Pflaster“.

Mit Bedauern, aber auch Dankbarkeit und Respekt angesichts des Erreichten, blickt auf diese Entscheidung der stellvertretende SPÖ-Landesparteivorsitzende Georg Dornauer. Graswander-Hainz hätte jedenfalls die Unterstützung seitens der Partei für eine weitere Kandidatur gehabt, so Dornauer, der auch Aichwalder Dank und Unterstützung versichert. Imst sei jedenfalls ein „besonderes Pflaster“, wobei die Sozialdemokratie in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten „positive Spuren“ hinterlassen habe. Auch deshalb blicke man etwas unzufrieden auf die Imster Ergebnisse bei den letzten Urnengängen. Mit einem verjüngten Team aus neuen Gesichtern und bewährten Kräften möchte man jedenfalls stärker werden, hofft Dornauer, der mit einem Blick auf die Zukunft eine „ernsthafte Wahlauseinandersetzung“ verspricht. Gestärkt werden sollen ebenso die acht SP-Ortsgruppen im Bezirk, kündigt Graswander-Hainz an.