Ein noch schönerer Lebensabend

Spatenstich am 12. Juli. Die erste Bauphase wird Ende 2019 mit dem Bezug des Neubaus abgeschlossen, dann folgt die -Sanierung und Adaptierung des Bestandes. RS-Foto: Haueis

Das Heim Santa Katharina in Ried wird um rund 9 Millionen Euro modernisiert

 

Das Heim Santa Katharina der Barmherzigen Schwestern in Ried wird modernisiert: Ein Zubau wird errichtet, sodass dann wieder 101 Betten, allerdings in Einzelzimmern, zur Verfügung stehen. Anschließend wird der Bestand adaptiert, später sollen acht betreute Wohnungen folgen.

 

Von Daniel Haueis

 

Seit mehr als 150 Jahren betreuen Barmherzige Schwestern in Ried pflegebedürftige und psychisch kranke Menschen. Zubauten gab es mehrere, zuletzt Ende der 1990er-Jahre, als ein kompletter Trakt errichtet wurde. Nun folgt eine nochmalige Erweiterung westlich des Hauses, ohne allerdings zusätzliche Betten einzuplanen: Es werden 41 Einzelzimmer errichtet. Ende 2019 soll der Neubau bezogen werden, um dann im Trakt aus den 90er-Jahren Einzelzimmer herzustellen. Eine besondere Herausforderung wird für Arch. Karlheinz Röck die Sanierung des denkmalgeschützten Altbaus. Dort sollen später acht Einheiten betreuten Wohnens errichtet werden – aufgrund der Altersstruktur der Barmherzigen Schwestern werden dort früher oder später Flächen frei. Insgesamt streben Generaloberin Sr. Pauline Thorer, Arnold Schett, Geschäftsführer der Alten- und Pflegeheime der Barmherzigen Schwestern Innsbruck GmbH, und Heimleiter Peter Hager ein modernes, barrierefreies Heim mit optimaler Betreuung und angenehmer Wohnatmosphäre an. Es entstehen drei Stationen mit je zwei Wohngruppen, also recht familiäre Einheiten mit jeweils etwa 17 Bewohnern. „Ich bin mir sicher: Es wird ein zukunftsweisendes Projekt“, sagte Standort-Bürgermeister Elmar Handle beim Spatenstich am 12. Juli. Er betonte darüber hinaus, dass „Santa Katharina“ ein gro-ßer Arbeitgeber in Ried ist und die Heimbewohner Ried geprägt haben.

 

FINANZIERUNG. Der Strukturplan Pflege des Landes regelt auch den „Bettenzuwachs“ in den Heimen, aktuell sind die zusätzlichen Betten im Bezirk großteils für die Einrichtungen in Zams und Grins (je 30) vorgesehen, fünf für jene in Flirsch. „100 Betten ist groß genug“, erklärt Mag. Arnold Schett – es sollten in Ried also auch gar nicht mehr Einheiten entstehen –, das Projekt der Barmherzigen Schwes-tern ist einfach eine Qualitätsverbesserung für Obergrichter Senioren. Gemeinden und Land finanzieren daher auch mit: Von den 8,9 Millionen stammen 3,2 Millionen von der Betreiber-GmbH, eine Million aus dem Pflegefonds, 3 Millionen aus der Wohnbauförderung, Gemeinde und Gemeindeverbände (Oberes Gericht und Sonnenterrasse) steuern 1,3 Millionen Euro bei – es ist dies Geld aus dem Gemeindeausgleichsfonds, das also fix verplant ist. Der Betrag entspricht etwa den zu erwartenden Mitteln in zwei Jahren, weiß BH Dr. Markus Maaß. Im Gegenzug wurde eine Vereinbarung getroffen, die z.B. eine prioritäre Belegung des Heims mit Menschen aus den Obergrichter Gemeinden vorsieht. Sie beinhaltet auch eine Betriebspflicht von 30 Jahren und die Verpflichtung, das Heim, falls es einmal zum Verkauf stehen sollte, den Kommunen anzubieten.

Arnold Schett, Pflegedienstleiterin Simone Kuel und Heimleiter Peter Hager (v.l.) RS-Foto: Haueis
Das denkmalgeschützte Gebäude im Modell samt Erweiterung Ende der 1990er-Jahre und dem geplanten Neubau (graue Dachfläche) RS-Foto: Haueis