„Ein Orchester – sieben Dirigenten“

Das Symphonische Blasorchester der Landesmusikschule Ötztal begeisterte einmal mehr. Im Gemeindesaal „Ez“ in Oetz brillierte das Orchester unter dem Motto „Ein Orchester – sieben Dirigenten“. RS-Foto: Hirsch

Symphonisches Blasorchester Ötztal begeisterte mit Galakonzert

Unter dem Motto „Ein Orchester – sieben Dirigenten“ brillierte das Symphonische Blasorchester Ötztal im Gemeindesaal „Ez“ in Oetz. An die 60 Musiker – Schüler und Lehrer der Landesmusikschule Ötztal, sowie Mitglieder verschiedener Musikkapellen– zeigten den zahlreich erschienenen Besuchern, welches umfangreiche Repertoire mit einem Blasorchester möglich ist.

Von Friederike Hirsch

Das SBO Ötztal stellt sich bei diesem Galakonzert einer ganz besonderen Herausforderung. Sieben Dirigenten, allesamt Mitglieder des Orchesters, studierten ihre selbstgewählten Kompositionen ein. Für das Orchester hieß es, sich immer wieder an ein neues Gesicht am Dirigentenpult zu gewöhnen, mit der anderen Art des Dirigierens klar zu kommen und die unterschiedlichsten Interpretationen zum Klingen zu bringen. Das Symphonischen Blasorchester der Landesmusikschule Ötztal meisterte das ausgewählte Programm bravourös.

Sieben Dirigenten.

Beeindruckend zu sehen, wie scheinbar einfach Handbewegungen des Dirigenten an die 60 Musiker zu einer Einheit vereinen können. Eine kleine Geste da und eine andere dort, lassen
das Orchester klingen. Die Dirigenten Michael Schöpf, Clemens Pohl, Theresa Schapfl, Klaus Strobl, Otto Hornek, Christof Etschmann und Georg Klieber verlangten dem Orchester so einiges ab. So unterschiedlich, wie die Person des Dirigenten, so unterschiedlich auch die Weise das Taktstock- Schwingens. Man sieht den Zurückhaltenden, den Fordernden, den
Beschwingten, den Dominierenden, den Zackigen, den Herauskitzelnden und den Mitreißenden. Allen gemeinsam ist jedoch der Anspruch, aus dem Können der Musiker das Optimum herauszuholen.

Das Programm.

Das Galakonzert spannt einen Bogen über kraftvolle und ausdrucksstarke Orchestermusik von Ralph Vaughan Williams, bis hin zu einem fulminanten Blasorchesterarrangement mit den Highlights aus der Show „Riverdance“. „Big Band Sound“ vom Feinsten mit einem Medley aus dem Georg Gershwin Musical „Funny Face“ begeisterte ebenso, wie die Hommage von Leonhard Bernstein „Slava“ an seinen Freund und dessen Hund. „A Jubilant Overture“ von Alfred Reed ist vom ersten bis zum letzten Takt ein Stück voller Energie. Die feierlichen Klänge und Fanfaren der Blechbläser wechseln sich immer wieder ab mit lustigen, ausgelassenen Melodien in der Klarinette. Mit dem Werk „Dum Spiro Spero“ schrieb Chris Pilsner ein menschliches und emotional tiefgreifendes Stück. Die wunderschöne Orchestrierung dieses Chorals ist dem SBO mehr als gelungen. Mit dem Marsch „Everest“ von
Jacob de Haan und der Orchestersuit „Procession oft he Nobles“ setzte das SBO ein Highlight nach dem anderen.

Der Eindruck.

Die Musiker aus dem Ötztal haben ein höchst anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm erarbeitet. Der Konzertabend hatte von allem etwas. Er war forsch und lyrisch, verspielt und ernst, beschwingt und episch. Jedes Werk des Konzerts wurde vom Moderator Martin Anton Schmid gekonnt und mit viel Charme erklärt. Das Konzertpublikum, darunter viele Kapellmeister und Musikfunktionäre, waren von den Darbietungen des Auswahlorchesters begeistert.

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