„Ein Schritt in die Zukunft“

Festlicher Akt zur offiziellen Eröffnung der neuen Jöchelspitze Bahn: Günter Oberhauser, Michael Doppelmayr, Marc Baldauf, BM Egon Brandhofer, Johannes Hefel, LH Günther Platter, Heiner Ginther und NR Franz Hörl (von links) durchschneiden das rote Band. RS-Foto: Gerrmann

Die neue Jöchelspitze Bahn wurde offiziell ihrer Bestimmung übergeben

Klein, aber fein – und jetzt hochmodern! Das ist das Skigebiet an der Jöchelspitze – die neue Bahn wurde am Freitag im Beisein zahlreicher Ehrengäste offiziell ihrer Bestimmung übergeben und von Pfarrer Otto Walch gesegnet.

Von Jürgen Gerrmann

Sogar die höchsten Spitzen Tirols und der Seilbahnwirtschaft gaben sich aus diesem Anlass die Ehre: Landeshauptmann Günther Platter freute sich bei einer von drei Talkrunden, dass das Land Tirol im Rahmen des Sonderförderprogramms für das Lechtal dieses Projekt mit auf den Weg gebracht habe: „Wenn man an einem Strang zieht, dann geht einiges weiter. Die Strategie im Lechtal hat sich gelohnt.“ Jeder dritte Euro werde in Tirol direkt oder indirekt vom Tourismus erwirtschaftet: „Wenn das nicht so wäre, hätten wir längst schon eine massive Talflucht.“ Wobei man kleine Skigebiete auch deswegen unterstütze, weil sie eine wichtige Funktion für Familien und Einheimische hätten. Als „beispielgebend“ bezeichnete es Nationalrat Franz Hörl, seines Zeichens auch Obmann des Fachverbandes der Seilbahnwirtschaft, dass hier ein großes Skigebiet (Warth/Schröcken) ein kleineres mitbetreue: „Das ist ein Modell für ganz Österreich.“ Dass die Rendite-Erwartungen bei diesem 6,6-Millionen-Projekt zweitrangig gewesen seien, sagte Johannes Hefel, Aufsichtsratsvorsitzender der Tourismusbetriebe Warth Holding: „Wir haben Jahrzehnte lang vom Lechtal profitiert, jetzt wollten wir was zurückgeben und für das Tal als Lebensraum und Arbeitsplatz etwas tun.“

FREUDE BEI BÜRGERMEISTERN.

Michael Doppelmayr, dessen Firma die neue Anlage (die Skifahrer und Wanderer in rund fünfeinhalb Minuten von der Tal- zur Bergstation bringt) gebaut hat, wies darauf hin, dass die neue Bahn genauso groß wie in einem Großskigebiet sei. Man habe sich dabei bemüht, Skifahrern Komfort und dem Seilbahn-Team einen Ort, an dem man gerne arbeite, zu bieten. „Es ist wahrlich ein Grund zum Feiern, wenn man so lange für ein Projekt gekämpft hat“, strahlte Egon Brandhofer, Bürgermeister der Standortgemeinde Bach, übers ganze Gesicht. Marc Baldauf, Obmann des Tourismusverbands Lechtal, kam direkt von Deutschlands vom Publikumsbesuch her größter Urlaubs-Messe, der Stuttgarter CMT, und berichtete, wie begeistert die Besucher dort von diesem „Schritt in die Zukunft“ gewesen seien: „Auch vor Ort habe ich nur positive Rückmeldungen gehört.“ „Ohne die positive Entwicklung des Naturparks wäre es schwierig gewesen, diese Bahn heute hier zu haben“, konzedierte Heiner Ginther in seiner Eigenschaft als Obmann des Planungsverbandes Oberes Lechtal. Für ihn als  Elmens Bürgermeister sei es zudem wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen der Region weiter ein Skigebiet in der Nähe hätten. Und Günther Salchner, Geschäftsführer der Regionalentwicklung Außerfern, freute sich darüber, dass alle Bürgermeister so für dieses Projekt gekämpft hätten: „Die ganze Region steht dahinter.“ Nachdem Otto Walch der Bahn den kirchlichen Segen erteilt hatte, blickte Günter Oberhauser, der Geschäftsführer der Skilifte Warth, noch nach vorne: Im Sommer werde man einen Mountainbike-Trail anlegen, der dann im Winter auch als Rodelbahn genutzt werden könne.

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