Eine große Portion „Heimat im Topf“

V.l.) Angelika Moresche-Noldin (Obmann-Stv. "Daheim in Telfs")

Urtiroler Küche traf auf exotische Leckereien. Sozialsprengel und „Daheim in Telfs“ kochten auf

Einen kulturellen Austausch der besonderen Art veranstalteten der Sozial- und Gesundheitssprengel Telfs/Umgebung und der Verein „Daheim in Telfs“. Unter dem Motto „Heimat im Topf“ zauberten Bewohner der Flüchtlingsunterkunft kulinarische Köstlichkeiten aus ihren Herkunftsländern auf den Tisch. Im Gegenzug dazu verrieten die rüstigen Klientinnen des Sozialsprengels einige, fast schon in Vergessenheit geratene, Rezepte von „damals“.

Als Gastgeber für das außergewöhnliche Integrationsprojekt diente in der vergangenen Woche das Einrichtungshaus Föger in Telfs. Die Schauräume der Küchenabteilung wurden gnadenlos auf ihre Praxistauglichkeit getestet und kurzerhand zum Treffpunkt der Generationen und Schmelztiegel verschiedener Kulturen. Das Team des Sozialsprengels Telfs, rund um Doris Perfler (Ehrenamtskoordinatorin) und Geschäftsführerin Larissa Pöschl, animierte die von ihnen betreuten Klientinnen Josefa Siller, Anna-Maria Hellbert, Rosa Kleinhans, Emma Oberlechner und Stefanie Siller zum Kochen alter, teilweise fast schon in Vergessenheit geratener Gerichte. Tatkräftig unterstützt von Monika Wild und Burgi Mittermair (Sozialsprengel Telfs und Umgebung), sowie Zivildiener René Atzlesberger kam es gemeinsam mit Bewohnern des Flüchtlingsheimes zum Austausch von schmackhaften Gerichten und spannenden Geschichten.

EXOTISCHE GERICHTE. Der von der Elfenbeinküste stammende Frank Kouande und der Iraner Siyamak Safari stellten ihre kochtechnischen Fähigkeiten unter Beweis. Eifrig wurden schmackhafte Gerichte aus Afrika, dem Iran und natürlich aus Tirol gekocht und anschließend genüsslich verkostet. Begeistert zeigten sich auch Vize-Bürgermeisterin Cornelia Hagele und Vize-Bürgermeister Christoph Walch, die seitens der Marktgemeinde ihre Aufwartung machten.

PROJEKT ZEITBANK. Im Rahmen der Veranstaltung wurde zudem auch auf ein soeben erfolgreich abgeschlossenes Projekt der Universität Innsbruck mit der Computeria Telfs angestoßen. Die Universität kreierte die Software für die „Zeitbank“, die sich als eine besondere Form der Nachbarschaftshilfe versteht, über die kleine Hilfsdienste untereinander ausgetauscht werden können. Sie bietet Hilfestellung und Unterstützung für kleinere Arbeiten, die in Form von Zeit vergütet werden. Die „Zeitbank Telfs“ fördert als gemeinnütziger Verein das soziale Miteinander und will vor allem älteren Menschen das Leben erleichtern und ihnen neue Perspektiven eröffnen.

Von Wolfgang Rives

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