Einzigartigen Lehrgang abgeschlossen

Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig, Reuttes Amtsleiter Sebastian Weirather, Häselgehrs Bürgermeister Harald Friedle und Klimabündnis-Geschäftsführer Andrä Stigger (v.l.). Foto: Klimabündnis Tirol

Zwei neue Klimaschutzbeauftragte für den Bezirk Reutte

In einem europaweit einzigartigen Lehrgang wurden 28 neue Klimaschutzbeauftragte für Tirol und Vorarlberg ausgebildet – mit Bürgermeister Harald Friedle und Amtsleiter Sebastian Weirather kommen zwei davon aus dem Bezirk Reutte.

Klimaschutz fängt in der Gemeinde an, sind sich die frischgebackenen kommunalen Klimaschutzbeauftragten einig. Von Februar bis Juni wurden in Innsbruck und St. Arbogast fünf Module zu allen relevanten Klimaschutzthemen abgehalten. Konkrete Handlungsmöglichkeiten für Gemeinden standen dabei im Mittelpunkt. Kürzlich erhielten die TeilnehmerInnen nun das Zertifikat zum Kommunalen Klimaschutzbeauftragten von Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig überreicht.
Von Mobilität, Energie und Konsum bis hin zu Bodenschutz, Raumplanung und Forstwirtschaft erhielten die 28 TeilnehmerInnen des Klimaschutzlehrgangs einen breit gestreuten Überblick über die Problemfelder des Klimawandels – Lösungsansätze inklusive. „Uns war es wichtig, den TeilnehmerInnen konkrete Werkzeuge in die Hand zu geben, um in ihren Gemeinden wichtige Klimaschutzmaßnahmen umsetzen zu können. Wir haben uns deshalb bemüht, einen sehr praxisorientierten Lehrgang anzubieten. Ich freue mich, dass wir nun so gut ausgebildete KlimaschützerInnen in den Gemeinden haben“, berichtet Andrä Stigger, Geschäftsführer von Klimabündnis Tirol.

Konzepte für die eigenen Gemeinden. Neben namhaften KlimaforscherInnen wie Helga Kromp-Kolb von der Universität Wien wurden auch zahlreiche Best Practice Beispiele von österreichischen Gemeinden vorgestellt. Im Rahmen von Projektarbeiten entwickelten die Teilnehmenden konkrete Klimaschutzkonzepte für die eigene Gemeinde. So entstand eine Energiebuchhaltung für die Gemeinde Häselgehr und eine Potenzialerhebung für Elektromobilität in Reutte. Ergebnis des Lehrgangs sind somit „zahlreiche Vorzeigeprojekte, die den Gemeinden und der lokalen Wirtschaft neue Perspektiven bieten und die Innovationskraft in der Region stärken“, so Andrä Stigger. „Die Gemeinde Häselgehr ist schon auf dem richtigen Weg. Im Jahr 2022 wollen wir alle Gemeindebauten mit selbst produzierter Energie versorgen“, berichtet Bürgermeister Harald Friedle. „Unsere Kinder werden uns daran messen, was wir jetzt und heute beim Klimaschutz leisten.“