Eishockey-Krimi

Die Scorpions (blau) konnten im letzten Moment das Spiel noch drehen. Foto: Johannes Weber

Die SPG Ehrwald/Imst bezwingt die Pinguins mit 6:5

Sie war nichts für schwache Nerven – die Begegnung zwischen den Wattener Pinguinen und der Spielgemeinschaft Ehrwald/Imst. Es war ein Spiel ganz nach dem Geschmack des Publikums – und dennoch waren beinahe mehr Spieler als Zuschauer im Stadion. Schade, diese Partie hätte nämlich mehr Publikum verdient.

Unmittelbar nach dem Anpfiff kam es gleich knüppeldick für die Spielgemeinschaft Ehrwald/Imst. Die SPG-Cracks wurden von den Pinguins kalt erwischt. Schon nach 20 Sekunden schob Mathias Kastner die Scheibe zum 1:0 für die Hausherren ins Netz. Es dauert bis zur 12. Minute ehe dann Michael Knabl der Ausgleich für die SPG gelang. Knapp vor Drittelende war es dann nocmal Kastner, der seine Crew neuerlich in Führung bringen konnte. Kein gelungener Start für die SPG Ehrwald/Imst, aber noch war nichts verloren.
Das zweite Drittel begann ähnlich wie das erste. Schon nach vier Minuten netzte Mario Hager zum 3:1 für die Heimmannschaft ein. Ein eindeutiges Torraumabseits, dieser Treffer hätte nicht gegeben werden dürfen. Darüber waren sich auch die SPG-Fans einig. Die Antwort der SPG-Truppe war ein herrlicher Doppelschlag: einmal war es Marco Wilhelm und kurz danach zog Julian Holzer voll durch. Zwei im gegnerischen Tor versenkte Scheiben – das sah die Welt gleich ganz anders aus. Mit diesem 3:3 war der verdiente Ausgleich geschafft. Doch dann war es Gino Kaufmann, der die Wattener neuerlich in Führung schoss. Mit 4:3 für die Pinguins ging es zum zweiten Mal in die Teepause.
Zu Beginn des Schlussdrittels fixierte Gino Kaufmann dann den zwei-Tore-Vorsprung der Wattener. Aber die Scorpions steckten nicht auf. Ganz im Gegenteil! Postwendend brachte Julian Holzer seine Truppe auf 5:4 heran. Ein Hammer-Tor, das aucn für Bewunderung unter den Zuschauern sorgte. Und dann der finale Doppelschlag der Scorpions: Verteidiger Peter Gabriel glich zum 5:5 aus. Und eine Minute später setzte Spielertrainer Philip Schneeberger noch eins drauf – und es stand 6:5.
Es war ein spannendes Spiel, in dem die SPG-Cracks einmal mehr ihr Kämpferherz bewiesen haben. Dieser Kampfgeist der Spielgemeinschaft Ehrwald/Imst wurde mit dem Sieg auch belohnt – ein knapper, aber wichtiger Auswärtssieg im laufenden Grunddurchgang.
Die Meinung der in Zivil erschienen SPG-Spieler: „Wir haben den Start voll verschlafen. Gleich ein schnelles Kontertor kassiert. Im zweiten Drittel ist es schon besser gelaufen. Im letzten Drittel waren wir dann dominierend, haben eine starke Aufholjagd geliefert und die ganze Partie gedreht. Den uns zugesprochenen Penalty hätte der Schieri nicht geben müssen, aber wir haben ihn ohnehin verschossen“.

Pflichtsieg!

Kommenden Freitag ist der nächste Pflichtsieg angesagt: gegen Schlusslicht SPG Zirl/Seefeld müssen drei Zähler her, will man um Platz zwei oder drei in der Tabelle mitspielen.