Emotionen zum Derby-Auftakt!

Bernhard Galic: „Wir wollen im Derby siegen!“ RS-Foto: Unterpirker

Mayor: „Kann Entwarnung geben!“ Galic: „Haben besten Sturm der Liga!“

Das wird ein Straßenfeger werden! Während im Außerfern auf Fußballplätzen noch Schneemänner gerollt werden, rüstet man sich in Reutte zum Derby. Das wird richtig heiß werden, wurde seitens Lechtal doch das Wort „Wettbewerbsverzerrung“ in den Mund genommen. In Reutte will man davon nichts wissen.

Von Albert Unterpirker

SV Reutte II – SPG Lechtal, Samstag, 30. März, 14 Uhr. FC Nassereith – SPG Lechtal, verschoben auf Montag, 22. April & FC Zugspitze – SV Reutte II, verschoben auf Montag, 22.April. Ein Derby wurde verschoben, aber das nächste rückt sogleich an! Und: auch bei der zweiten Mannschaft von Reutte gab es einen Trainerwechsel. Daniel Lassnig wurde von Pascal Mayor und Engin Pece abgelöst. „Wir wollen vermehrt mit den jungen Leuten arbeiten“, gibt Mayor die Richtung vor, „und wir haben zudem von der 16er ein paar Spieler raufgeholt, das Team ist nun extrem verjüngt!“ Auch von der ersten Mannschaft würden immer wieder Spieler runterkommen. Stichwort Derby gegen Lechtal: Bei der SPG mutmaßt man, dass wegen der (voraussichtlichen) Spielverschiebung Reutte gegen Neustift der Kader vom zweiten Reutte-Team mit Spielern aus der Kampfmannschaft quasi überquellen würde. „Das war schon letztes Jahr fast ein Streitfall“, sagt Mayor, der anfügt: „Ein paar Spieler von der Ersten werden auf jeden Fall dabei sein, aber solche Spieler wie ein Miro Vukoja sicher nicht.“ Lechtal spricht aber von Wettbewerbsverzerrung? „Das möchte ich unbedingt vermeiden“, so der sportliche Leiter von Reutte, und „ich kann Entwarnung geben: mehr als, drei, vier Spieler werden es nicht sein – damit gibt es auch keine Wettbewerbsverzerrung!“ Und zum SPG-Sturm-Duo Schlichtherle/Ennemoser? „Sicher gewaltig, da muss unsere Abwehr sehr auf der Hut sein!“ Wie geht das Derby aus? „2:1 für uns“, so Mayor abschließend.

Echt platt.

„Kaum verschwindet schön langsam der Schnee, geht’s schon wieder los“, lacht Bernhard Galic. Aber Spaß beiseite! „Wir haben die Zeit genutzt, um unsere Batterien aufzuladen – wir waren echt platt“, blickt der Lechtal-Trainer auf eine ambivalente Vorbereitung im Winter zurück. Einerseits habe der Winter mit seinen teils extrem starken Schneefällen eine Vorbereitung mit dem Ball nahezu unmöglich gemacht – deshalb musste man auch nach Imst und Reutte auf Kunstrasen ausweichen… („Das hat uns wirklich nicht in die Karten gespielt!“), andererseits sei man deswegen heuer neue Wege gegangen, und habe sich mit Prama-Training auf die Frühjahrssaison eingestellt. „Von der Kraft und Kondition her sind wir heuer viel weiter als im letzten Jahr“, sieht Galic in diesem Bereich ziemliche Fortschritte, „das Prama-Training war echt sehr intensiv – vom Saft her sind wir diesmal auf einem guten Weg!“ Erfreulich sind für den Lechtal-Übungsleiter aber auch andere Tatsachen. Denn mit Daniel Wolf kam der Kapitän nach seinem Kreuzbandriss wieder zurück. „Er ist unser Abwehrturm“, so Galic, der anfügt: „Aber die wohl beste Verstärkung ist Thomas Ennemoser!“ Jener war schon im Aufstiegsjahr als Stürmer bei der Spielgemeinschaft, hat aber nach einem halben Jahr einen anderen Weg eingeschlagen. „Gott sei dank ist er wieder zurückgekommen, er hat die ganze Vorbereitung mitgemacht. Mit Simon (Schlichtherle, Anm.) haben wir nun den besten Sturm in der Liga – da bin ich mir sicher! Offensiv sind wir überhaupt brutal gut aufgestellt.“ Zielsetzung? „Wir sind bereit zum Aufsteigen. Wacker wird wohl nicht mehr einholbar sein, aber unter den ersten drei möchten wir auf jeden Fall landen.“ Wie sieht er die Ausgangslage vor dem kommenden Derby? „Wenn die Kampfmannschaft von Reutte wegen des Schnees eine Spielabsage hat, dann kommen viele Spieler runter in die zweite Mannschaft. Für uns wäre das eine Katastrophe, das wäre wettbewerbsverzerrend. Aber egal, mit wem sie auflaufen: Wir sind eingespielt und wollen siegen!“

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