„Endlos“ in der „Hörmann“

Oskar Friedl (r.), Galerist und Freund von Reinhold Traxl (l.), hat 2017 bei einem Besuch in Montalcino, Toskana, großflächige Arbeiten angeregt, mit dem Argument, in große Bilder könne man ganz eintauchen. RS-Foto: Bundschuh

Reinhold Traxl präsentiert sein Spätwerk

Vergangenen Donnerstag eröffnete die Galerie Theodor von Hörmann die Ausstellung „Endlos“ des bekannten Oberländer Malers und Bildhauers Reinhold Traxl. Gezeigt wird die „Essenz seines lebenslangen Schaffens“ in großformatigen Bildern und Reliefs auch während der Kunststraße bis 05.01.2019, musikalisch eröffnet von Rafael Haas auf dem Saxophon.

Von Friederike Bundschuh

Hörmanngalerie, 19.15 Uhr: In den Räumen summt und brummt es, freie Sessel sucht der Besucher vergebens, viele sind gespannt auf die ungerahmten, großflächigen Leinwände des Architekten, Malers und Bildhauers „lx art“ – die ironisch-philosophische Umkehrung seines Namens. „Es ist uns eine große Freude, euch zur letzten Ausstellungseröffnung dieses Jahres in der Hörmanngalerie begrüßen zu dürfen“, so Kulturstadtrat Christoph Stillebacher, „wenn man diese großen Bilder hier betrachten darf, so ist es wirklich etwas Einzigartiges, so etwas haben wir noch nie hier ausgestellt.“ Bekannte Künstlerkollegen wie Prof Elmar Kopp, Erwin Reheis oder Gerald K. Nitsche, Abt Pater German Erd, Vertreter der Stadtgemeinde Imst, Christian Seiser als Sponsorvertreter der Raiffeisen-Landesbank Imst oder Laudatorin Mag. Ruth Haas sind gekommen, um zu bleiben und sich mit dem Werk des Künstlers intensiv auseinanderzusetzen.

„Traxl mag es nicht, …

…wenn Menschen über seine Kunst sprechen. Ich bitte Sie also um Ihre Gunst und Geduld, um im ureigentlichen Sinn der Laudatio jene zu loben und hochleben zu lassen, die den Glanz dieses Abends mit all ihrer Energie und ihrer Leidenschaft möglich gemacht haben,“ so Ruth Haas, und weiter: „Andrea Schaller, sie tritt seit Jahren mit unerschrockener Leidenschaft in die übergroßen Fußstapfen von Monika Lami und präsentiert hier in dieser Galerie mit einem untrüglichen Sinn und einem Gespür für Qualität zeitgenössische Positionen. Astrid Meert – seit vielen Jahren an seiner Seite, Mastermind hinter Traxl, sein Halt, seine schärfste Kritikerin, Vordenkerin, Mentorin und Organisatorin. Reinhold Traxl, unentrinnbar und endlos der Kunst verschrieben. Endlos – von dem Moment, in dem er mit den Arbeiten beginnt bis zu der Erkenntnis, dass er im Grunde niemals fertig ist und niemals fertig sein wird, hin zum Loslassen und der Entscheidung ,Jetzt ist es fertig‘. Und jetzt stehen wir hier vor Arbeiten, die Traxls Innerstes nach außen kehren. Die beiden Reliefs bilden für mich die Herzstücke dieser Ausstellung, eben das Innerste nach außen gekehrt. Ausbruch aus Routine und Aufbruch zum Neuen, das sind die Konstanten in Traxls Werk. Ungerahmt, nicht begrenzt, von Farbe umfangen gestattet uns Traxl in seine vibrierende, sirrende Welt einzutauchen und in eine tiefe Beziehung mit seinen Arbeiten zu treten, maximal den Spuren des breiten Pinsels als Wegweiser folgend. Traxl gewährt uns mit dieser Ausstellung mehr denn je Einblick in sein Denken und sein stetiges endloses Weiterdenken von elementarsten Formen, von Geometrien, von Abstraktionen, von Mensch und Natur, von Mensch und Architektur, Mensch und Skulptur. Erlauben Sie mir festzustellen, dass diese so konzentrierte Schau in der Galerie Hörmann für mich museale Qualität hat. Alive, Chapeau, meine Verehrung. Alles gegeben und angekommen!“

Termine.

Ausstellungsdauer: 23.11.2018 bis 05.01.2019, Öffnungszeiten: Do, Fr, Sa 14-18 Uhr. Während der Kunststraße Imst: Do, Fr 14-18 Uhr, Sa, So 14-19 Uhr. Im Rahmenprogramm am Samstag, 15.12.2018, 17 Uhr: Galeriegespräch mit Reinhold Traxl: „Jeder ist ein Künstler?“.

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.