Erschließungskosten höher als angenommen

Im Erdgeschoss dieses Gebäudes soll der „Verein zur Förderung der Zirler Jugend“ untergebracht werden. RS-Foto: Schnöll

Firmen verlangen für Erschließung des „Gewerbegebietes Zirler Wiesen“  mehr als erwartet – Diskussionen im Gemeinderat

In Zirl hat sich vergangenen Donnerstag der Gemeinderat mit der Vergabe der Baumeisterarbeiten für die Erschließung des „Gewerbegebietes Zirler Wiesen“ befasst. Weil die Erschließung laut der abgegebenen Angebote weit teurer wird als erwartet, gab es zu dem Punkt heftige Diskussionen. Bis zur nächsten Gemeinderatssitzung am 28. März soll ein Konzept vorliegen, wie die Finanzlücke geschlossen werden soll. Bürgermeister Thomas Öfner hofft, dass die Erschließungsarbeiten trotz der Mehrkosten in einem Zuge durchgeführt werden können.

Die Zeit drängt: Zirl braucht das „Gewerbegebiet Zirler Wiesen“ dringend, einige Betriebe, die sich dort ansiedeln wollen, möchten endlich mit den Bauarbeiten beginnen. Die Vereinbarungen für die Baulandumlegung sind  offenbar unterschriftsreif und werden am 19. März den Grundbesitzern zur Unterschrift vorgelegt. Die Erschließungsarbeiten (Wasserleitung, Kanal, Breitband, Straßenbeleuchtung etc.) wurden am vergangenen Donnerstag bei der Gemeinderatssitzung nach dem Bestbieterprinzip vergeben. „Sieben Unternehmen haben ein Angebot abgegeben, mit den Bestbietern wurde nachverhandelt. Welche Firma bei der Gemeinderatssitzung unter Ausschluss der Öffentlichkeit letztendlich den Zuschlag erhalten hat und um welche Anbotssumme es sich handelt, darf ich wegen der vorgegebenen Stillhaltepflicht nicht sagen“, erklärt Bürgermeister Thomas Öfner. Er bestätigt aber, dass nicht zuletzt wegen der guten Auftragslage in der Baubranche der Preis für die Erschließung weit höher ist, als budgetiert. Deshalb forderten Oppositionsmandatare ergänzende Informationen über die Finanzierung ein, die spätestens bei der Gemeinderatssitzung am 28. März auf dem Tisch liegen sollten. „Es wird sich nun der Wirtschaftsausschuss nochmals mit dem Thema beschäftigen und ich hoffe, dass bis Ende März die Finanzierung steht. Wenn das der Fall ist, bin ich zuversichtlich, dass sich heuer im Gewerbegebiet noch Entscheidendes tun wird. Ziel ist es nun vorerst, mit den Erschließungsarbeiten rasch beginnen zu können“, so der Zirler Bürgermeister. Im „Gewerbegebiet Zirler Wiesen“ werden sich einige namhafte Betriebe niederlassen. Darunter auch das Bauunternehmen Swietelsky, das dort unter anderem auch ein Bürogebäude errichten wird. Laut Bürgermeister Öfner gibt es noch einige Firmen, die bereits fix sind, und es soll auch etliche interessierte Unternehmen geben.

STRASSENNAMEN. Beschlossen wurden bei der jüngsten Gemeinderatssitzung auch die Straßenbezeichnungen beim „Gewerbegebiet Zirler Wiesen“. Der nördlich gelegene Weg entlang des Inn erhielt die Bezeichnung „Flößerweg“, der südliche Weg heißt „Gießenweg“, und der Verbindungsweg zwischen den beiden genannten Wegen heißt nun „Neurauthweg“.

JUGEND. Bei der Gemeinderatssitzung war auch die Jugendbetreuung ein Thema. Das Jugendzentrum „JuZe“ mit vier geringfügig Beschäftigten und die Mobile Jugenarbeit „MOJA“ mit zwei geringfügig Beschäftigten werden nun in den „Verein zur Förderung der Zirler Jugendarbeit“ (Leitung Chris Filzer)  eingegliedert. Die beiden Einrichtungen sollen im Erdgeschoss bei der Möbelbörse untergebracht werden. Insgesamt erhalten die beiden Jugendvereine jährlich 99.600 Euro für den Personalaufwand und 8.400 Euro an Projektaufwendungen.

Hier entsteht das „Gewerbegebiet Zirler Wiesen“. Der Weg links heißt künftig „Gießenweg“, der Weg rechts „Flößerweg“. RS-Foto: Schnöll