Erschreckend real

ABI Adalbert Kathrein, OBR Hubert Fischer, Bürgermeister Josef Knabl, PI Harald Gabl, ÖBB-Einsatzleiter Theodor Schranz, der Arzler Feuerwehr-Kommandant Markus Raggl und ÖBB-Einsatzleiter Peter Praxmarer (v.l.) freuten sich über die gelungene Abschnittsübung und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedern aller Blaulichtorganisationen.RS-Foto: Burger

Katastrophen-Abschnittsübung am Bahnhof Imst-Pitztal

Eine besondere Abschnittsübung am Imster Bahnhof wurde von den Blaulichtorganisationen des vorderen Pitztals und Imst am Freitagabend vorgenommen. Mit der Unterstützung der ÖBB konnten sich Feuerwehr und Rettungsdienst in mehreren Szenarien an Waggonen und weiteren Schauplätzen parallel erproben. Fast 200 Personen nahmen an der Großübung teil.

Von Mel Burger

An der perfekt organisierten Abschnittsübung nahmen die Feuerwehren Arzl, Wald, Leins, Wenns und Jerzens teil und wurden von der Stadtfeuerwehr Imst, dem Roten Kreuz der Bezirksstelle Imst und Sicherheitspersonen der ÖBB unterstützt. Insgesamt 136 Einsatzkräfte mit 19 Einsatzfahrzeugen konnten ihr Können bei fünf Schauplätzen erproben. Durch über 40 Statisten, die zuvor passend zu den Verletzungen geschminkt und präpariert wurden, konnten die verschiedenen Unfallsituationen authentisch dargestellt werden. Noch realer wurden die ganzen Situationen durch das schauspielerische Talent vieler Statisten und der Unterstützung der Theaterbühne Arzl, die Schocksituationen darstellten oder sogar eine Ohnmacht vortäuschten. Wie bei einem richtigen Einsatz trafen die Fahrzeuge bei den verschiedenen Unfällen ein und trafen auf Hilfeschreie, Rauch und lebendig dargestellte Gefahrensituationen. Zu den Aufgaben der Feuerwehr zählten die Erkennung der Situation, Absicherung des Unfallortes, Personenbeförderung zu den Kollegen des Roten Kreuzes und das professionelle Vorgehen bei Bergung, Löschung und Beseitigung. Neben einem simulierten Autounfall in abfallendem Gelände, mit drei im Auto verbliebenen Personen und einer herausgeschleuderten Person, die für zwei Szenarien verwendet wurde, gab es einen Waggon mit starker Rauchentwicklung aus dem 21 Personen gerettet werden mussten, einen Kesselwaggon mit austretender gefährlicher Flüssigkeit mit einer verletzten Person und einen Waggon mit zwei Verletzten die in Kontakt mit der Oberleitung gekommen sind. Bei der Übung, die nicht nur für neue Mitglieder sondern auch für die Erprobungen der verschiedenen Situationen stattfindet, konnte man sich auch ein gutes Bild über die reibungslose Zusammenarbeit und die Kameradschaft unter den Blaulichtorganisationen machen.

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