Erste Beschlüsse hinsichtlich Kühtai-Hochoetz

Nähere Informationen zur Lage des Speichersees und zur Größe der notwendigen Gebäude liegen laut Befürwortern noch nicht vor. RS-Foto: Dorn

Sitzungen der Agrargemeinschaft Ochsengarten und des Gemeinderats Oetz

Offiziell involviert in den geplanten Zusammenschluss der beiden Skigebiete Hochoetz und Kühtai sind neben den drei Gemeinden Oetz, Haiming und Silz auch die beiden Agrargemeinschaften Ochsengarten und Feldringer Böden. Nicht überall herrscht Einigkeit zum Großprojekt, gegen das bekanntlich schon 9000 Unterschriften gesammelt wurden. Der Gemeinderat von Oetz hat nun einen einstimmigen Grundsatzbeschluss gefasst und erste Schritte bei den Vorarbeiten geleistet.

Von Agnes Dorn

„Eine definitive Mehrheit ist gegen das Projekt“, kann man vonseiten der Bauernschaft der Agrargemeinschaft Ochsengarten vernehmen. Auch wenn bei der jüngsten Sitzung der Agrarier laut den Projektgegnern eindeutig Stimmung – auch vom Haiminger Bürgermeister Josef Leitner – für den geplanten Zusammenschluss gemacht wurde, drückten die Agrarier ihre ablehnende Haltung in einem Beschluss aus, der nun an die Agrarbehörde weitergereicht wird. Auf die Frage, ob denn mit dem geplanten Projekt die dortigen Weiderechte beeinträchtigen würden, stimmten 14 Stimmen dafür und zwölf dagegen. Die zweite Frage, ob die Holzbringung beeinträchtigt würde, wurde dagegen mit 13 zu zwölf Stimmen verneint. Ob diese Gespaltenheit der Agrargemeinschaft Ochsengarten sich auch im zuständigen Gemeinderat Haiming (als Substanzverwalter sitzt dort Hubert Leitner) fortpflanzen wird, dürfte sich in der kommenden Gemeinderatssitzung an diesem Samstag um 9 Uhr im Sitzungszimmer des Gemeindehauses zeigen. Dort soll über die Überspannungen und die Flächeninanspruchnahme abgestimmt werden, wie in der Vorbesprechung und Projektpräsentation erklärt wurde.

EINSTIMMIG DAFÜR.

Der Gemeinderat Oetz hat indes bereits einen einstimmigen Grundsatzbeschluss für das Projekt gefasst und mit der zugleich beschlossenen Verbreiterung der Skipiste in Ochsengarten einen ersten Schritt in Sachen Vorarbeit geleistet. Dass die Gemeindevertreter von Oetz von einem Erfolg ihres Projekts ausgehen, zeigt sich auch in der Niederschrift des Budgets 2019, wo bereits 25.000 Euro für die Planung einer Verkehrsknotenabzweigung der Bergbahnen einkalkuliert wurden. Dass das Projekt dermaßen präsent in der Öffentlichkeit diskutiert wurde, passte indes den Befürwortern wohl nicht, wie auch Bürgermeister Hansjörg Falkner bemängelt: „Die Podiumsdiskussion war noch, bevor wir mit allen Grundbesitzern geredet haben“. Eingereicht war das Projekt hingegen bereits im Herbst 2017, wie Falkner bestätigt und im Frühjahr dieses Jahres stand dann fest, dass man kein Ausschlusskriterium gefunden hätte. Nach dem Nein eines Grundbesitzers wurden die Pläne dann adaptiert und demnächst will man das UVE-Konzept beim Land einreichen, skizzierte Falkner. Im Gemeinderat Haiming würde das Projekt nun auch vorgestellt und „die werden das demnächst beschließen“, zeigt sich Falkner als Aufsichtsratsvorsitzender der Bergbahnen optimistisch. Er rechne mit einem Baustart in fünf Jahren.

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