„Es ist 5 vor 12 – da muss was geschehen!“

Der Plan sieht verschiedene Plätze für Sportaktivitäten vor. RS-Foto: Unterpirker

Neue Sportanlage soll vergammelten und gefährlichen Hartplatz ersetzen

 

Nicht wenige Gemüter erregen sich in Landeck, wenn die Sprache auf den alten Hartplatz kommt, der westlich hinter dem Fußballplatz -Perjen liegt. Jener ist ziemlich vergammelt – vor allem aber auch gefährlich. Zwar ist der Platz offiziell gesperrt, dennoch tummeln sich immer wieder einige Kinder und Jugendliche dort.

 

Von Albert Unterpirker

 

Wo sollen die Kinder auch sonst hin. Jetzt setzt sich eine Initiative rund um Markus Ferrari, Co-Trainer der Kampfmannschaft beim SV Landeck, vorbildhaft um eine sinnvolle Lösung dieses einer Bezirkshauptstadt eher unwürdigen Zustands ein. „Es geht um die Zukunft unserer Kinder“, sagt Ferrari, der sich um den alten Hartplatz und das gesamte Areal hinter dem Stadion Perjen viele Gedanken gemacht hat. Ferrari besorgte sich die Pläne von der Gemeinde und holte bei einer Baufirma einen Kostenvoranschlag ein. Seine Vision: Neben einem neuen Kunstrasenplatz sollen u.a. ein Basketballplatz, ein Volleyballplatz, eine Slackline und eine kleine Boulderanlage entstehen. „Für eine koordinative Bewegung von Kindern und Jugendlichen wäre das alles eine super Sache“, weiß der Initiator. Zudem wäre dieses neue Sportzentrum sehr zentral gelegen – und würde wohl viele Kinder anlocken, die in der Stadt nur überschaubare Möglichkeiten zur sportlichen Entfaltung haben, und aus der Stadt abwandern. Und: „Es ist schwer, die Kinder heute zu einem gesellschaftlichen Denken zu bringen“, spricht der Co-Trainer das viele Vor-dem-Computer-Sitzen an.

 

ZUKUNFT. Eine neue – und vor allem durchdachte – Sportanlage in Perjen würde weiters den Vorteil mit sich bringen, „dass eigentlich immer jemand hier ist, ob Platzwart oder jemand vom Sportcafé, außerdem gibt es beim Sportcafé öffentliche Toiletten“, sagt Ferrari, der anfügt: „Es ist uns ein großes Anliegen, Kinder für den Breitensport zu begeistern! Als Bezirkshauptstadt muss das machbar sein!“ Mittlerweile würden viele Eltern und auch Schuldirektoren dieses Projekt befürworten. Und wie geht’s jetzt weiter? „Ich habe zumindest die Zusage, dass die Gemeinde dieses Projekt im Sportausschuss behandelt.“ Sein Wunsch und das Ziel der Initiative ist es, dass die Sportanlage im nächsten Sommer eröffnet wird. „Das wäre eine Investition für die Jugend in Landeck und für die Zukunft unserer Kinder!“

Markus Ferrari und Mathias Niederbacher bei einer Begehung des Areals mit der RUNDSCHAU RS-Foto: Unterpirker
Markus Ferrari: „Da muss was geschehen!“ RS-Foto: Unterpirker

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