„Es läuft perfekt“

Das Kraftwerk am Zusammenfluss von Stiller Bach und Inn (Foto von der Einweihung am 30. August 2014) RS-Foto: Archiv

Nauders: Das Kraftwerk Stiller Bach rechnet sich für die Gemeinde

 

Seit viereinhalb Jahren ist das Kraftwerk Stiller Bach der Gemeinde Nauders in -Betrieb. In die Gemeindekasse fließt bereits im kommenden Jahr Geld.

 

Von Daniel Haueis

 

Die Kraft des Wassers des Stille Bachs in Nauders wollte auch schon die Tiwag nützen. Daraus wurde aber nichts, weshalb sich dann u.a. Bgm. Robert Mair ins Zeug gelegt hat. Und der Dorfchef hat das Projekt wirklich auf Schiene gebracht. 4,9 Millionen Euro wurden investiert, Mitte November 2013 ist das Kraftwerk in Betrieb gegangen, eingeweiht wurde es knapp ein Jahr später. Es hat bisher 45 GWh Strom erzeugt, also jährlich rund 9 GWh – das entspricht dem Bedarf von gut 2000 Haushalten. Die elektrische Energie wird zur Gänze verkauft, mittlerweile an „Naturkraft“. Und das Werk „läuft perfekt … Wir haben Herstellungskosten von 0,5 Euro pro Kilowattstunde. Das ist sehr wirtschaftlich“, berichtet der Nachfolger Mairs, Bgm. Helmut Spöttl. Die Schneemengen dieses Winters, die nun abschmelzen, freuen den Dorfchef: „2018 hatten wir bisher eine sehr erfreuliche Produktion.“ Ebenso der nach oben zeigende Strompreis.

 

ZUSCHUSS MIT KONSEQUENZEN. Besonders freut Spöttl der Investitionszuschuss gemäß Ökostromgesetz durch die OeMAG Abwicklungsstelle für Ökostrom AG – es sei eine „schöne Summe“, die Nauders erhalten hat. „Das Darlehen hat eine Laufzeit von 20 Jahren. Durch den Erhalt der Förderung im heurigen Jahr, welche sofort als Rückzahlung verwendet wurde, sinkt die jährliche Annuität ab 2019 stark ab, sodass ab diesem Jahr jährlich bereits Geld für die Gemeinde zur Verwendung steht“, kann Helmut Spöttl auch auf eine finanziell erfreuliche Zukunft blicken. Logischerweise ist er mit dieser Investition „sehr zufrieden. Durch die stimmige Verhältnismäßigkeit (Herstellungskosten zu Produktion) kann dieses Kraftwerk als sehr rentabel bezeichnet werden.“

Die Turbine wird von Nauderer Wasser angetrieben – Fallhöhe: 192,6 Meter. RS-Foto: Archiv
Bgm. Helmut Spöttl: bereits ab 2019 jährlich Geld für die Gemeinde RS-Foto: Archiv