Exkursion nach Brüssel

Die Gruppe aus Reutte besuchte unter anderem auch das Kommissionsgebäude (Berlaymont) in Brüssel. Foto: Dengg

Plansee Lehrlinge besuchten politisches Zentrum Europas

Vor Kurzem reisten 38 Schüler und Lehrlinge der Plansee-Group nach Brüssel in das politische Zentrum Europas, um sich über die EU und deren Einrichtungen vor Ort zu informieren. Das hieß: EU zum Anfassen und Begreifen. 

Viele Europäer sind stolz darauf, solche zu sein, mit mehr oder weniger Wissen über das Konstrukt EU. Wissen und Informationen, die man sich vor Ort holen kann, sind sehr wertvoll, um bestimmte Dinge ins rechte Licht zu rücken, aber auch, um die eigene Meinung zu festigen und überzeugend zu wirken.
So hatten 38 Schüler und Lehrlinge der Plansee-Group vor Kurzem die Möglichkeit, die Einrichtungen der EU vor Ort in Brüssel näher kennenzulernen. Nach strengen Sicherheitskontrollen besuchten sie das Europäische Parlament, wo Herr John nicht nur mit einem interessanten Vortrag begeisterte, sondern auch eine Führung durch den gro-ßen Sitzungssaal folgte. Begriffe wie Brückendolmetscher usw. sind für die Schüler und Lehrlinge jetzt keine Fremdwörter mehr. Zudem ergab sich die Möglichkeit, mit dem  EU-Abgeordneten, Herrn Dorfmann aus Südtirol, zu sprechen und zu diskutieren. Besonders beeindruckend war auch der Besuch des Parlamentariums, das mit Audioguides selbst entdeckt werden konnte. Die Gruppe erhielt hier Informationen von der Gründung der EU bis hin zu zukünftigen Themen, von denen alle betroffen sein werden. Am späten Nachmittag stand ein Besuch im Büro der Regionen Tirol, Südtirol und Trentino auf dem Programm. Dort konnte in Erfahrung gebracht werden, wie Tiroler Interessen in Brüssel, sofern sie zur europäischen Ebene gehören, zur Umsetzung und Beschlussfassung vorbereitet werden. Am folgenden Tag folgte ein Empfang im Kommissionsgebäude. Bei einem interessanten Vortrag wurde über die Aufgabengebiete der Kommission informiert. Anhand eines Fallbeispiels konnten die Schüler und Lehrlinge hautnah erleben, wer alles bei einem neuen EU-Gesetz bzw. bei einer Änderung Parteistellung hat, welche Gutachten eingeholt werden müssen, wie Lobbyismus betrieben wird und dass es oft nicht verwunderlich ist, dass es mehrere Jahre dauert, bis ein EU-Gesetz in Kraft tritt.

EU als Friedensprojekt. Die Exkursion nach Brüssel mit den Vorträgen und Diskussionsrunden vor Ort sowie der Besuch der EU-Einrichtungen waren für die Schüler und Lehrlinge eines weltweit agierenden Unternehmens  sehr wertvoll, insbesondere die Tatsache, dass das Projekt EU das größte Friedensprojekt aller Zeiten ist.
Bei der Exkursion wurde auch noch Ceratizit Luxemburg besucht, wo es ebenfalls einen herzlichen Empfang gab und die dortigen Arbeitsbedingungen und Produktionsstätten kennengelernt wurden.