Farbenfroher Maskenzug im Fåsnåchtshaus

Die Freude über den mächtigen Besucherandrang schlug sich natürlich auch bei der Künstlerin nieder. Daniela Pfeifer vor dem Bild „Zug der Roller und Scheller vor der Johannse“. RS-Foto: Krismer

Kunstwerke zur Imster Fåsnåcht von Daniela Pfeifer

Die Fåsnåchtsbegeisterung in der Imster Stadt ist derzeit von kaum etwas anderem zu überbieten. Angelockt von Daniela Pfeifers herausragend geschaffenen Fåsnåchtsbildern, strömten am letzten Freitag massenweise fanatische Fåsnåchtler beiden Geschlechts ins Fåsnåchtshaus.

Von Ewald Krismer

Das Imster Schemenlaufen hautnah miterleben kann man derzeit im Fåsnåchtshaus; fast schon so als bräuchte man zum Umzug gar nicht mehr hinzugehen. Die fåsnåchtlichen Darstellungen bewirken jedenfalls Vorfreude auf den großen Tag, die sich eine Riesenmenge an Besuchern augenscheinlich nicht entgehen lassen wollte.

Ein gemaltes Bild in Verbindung mit einer Fotocollage, das die mystische Szenerie „Zåmmschalle am Imschter Stådtplåtz“ zeigt. RS-Foto: Krismer
Alle Masken malerisch festgehalten

Neben dem offiziellen Ankündigungsplakat, das wie so oft Roller und Scheller als Hauptmaske ziert, war es der Künstlerin ein Anliegen, auch allen anderen Masken die Ehre zu erweisen und sie ins Bild zu setzen. 26 rein gemalte Bilder oder in Verbindung mit Fotocollagen zeigen in allen Facetten den Ablauf des seit 2012 auf der „repräsentativen Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ stehenden Fåsnåchtsbrauches. Die Künstlerin zu dieser Schaffensphase ermuntert hat der einstimmige Auftrag des Fåsnåchtskomitees, für das heurige Schemenlaufen das offizielle Plakat zu entwerfen. Um ihre Werke einem breiten Publikum auch käuflich zugänglich zu machen, fertigte Daniela in Zusammenarbeit mit „Stecher Steindruck“ in Wildermieming/Affenhausen Lithographien in limitierter nummerierter Auflage.

Fåsnåchtbegeistert, durch und durch

Aber schon zur letzten Fåsnåcht 2016 schuf die in Straßburg geborene und in Arzl aufgewachsene Daniela Pfeifer themenbezogene Bilder, die ebenfalls im Fåsnåchtshaus zu bestaunen waren. Zudem gestaltete die Kunstakademiedozentin Fåsnåchtswägen und Laberabilder und ist auch ansonsten durch und durch Fåsnåchtlerin. Wenn sie auch bei den Männern nicht mitgehen darf, bei der Imster Weiberfåsnåcht aber ganz bestimmt. Zu begegnen ist die Künstlerin derzeit an den Ausstellungstagen am Freitag von 16 bis 19 Uhr und am Sonntag von 16 bis 20 Uhr und das bis zu bis zum 26. Jänner im Imster Fåsnåchtshaus hinter der Stadtpfarrkirche.

Als „Hexentanz“ ist dieses Bild bezeichnet, das die Wahrheitstreue in vollem Umfang widerspiegelt. RS-Foto: Krismer
Diese Darstellung ist zwar mit „Altfrank“ betitelt, darauf zu sehen sind aber auch Roller, Wifligsackner und Turesackner. RS-Foto: Krismer

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