„Fåsnåchts-Epidemie“ bricht über Tarrenz herein

...und der erste öffentliche Auftritt – aber noch in zivil – der „Hexemusig“ unter ihrem „Stabfuchtler“ Jens Kiechl. RS-Fotos: Krismer

„Tarrenzer Fåsnåcht“ am 29. Jänner 2017

Wenn auch das „Tarrenzer Fåsnåchtsbier“ schon am 11. November angestochen worden ist, bedeutet dies keinesfalls – so wie anderswo am 11.11. – Faschings- oder Karnevalsbeginn. Auch in Tarrenz spricht man von „Fåsnåcht“ und die begann offiziell am Stefanitag, dem 26. Dezember, mit der Fåsnåchtsvollversammlung. Aber nicht allein die Versammlung reicht aus, um in die Fåsnåcht gehen zu können, es bedarf schon des unmissverständlichen „Jåååå!“ auf die Frage „Sötte miar huire in d’Fåsnåcht gieah?“

Dieses dröhnende „Jåååå!“ kam umgehend aus über 300 Kehlen – denn soviel Fåsnåchtler waren es, die die bereitgestellten Stühle im Mehrzwecksaal fast zur Gänze in Beschlag genommen hatten. Ein volles Haus also, vor dem der „Hohe Rat der Fåsnåcht“ tagte. Nach dem Toten-Gedenken waren die Berichte von Schriftführer und Kassier an der Reihe. Letzteres war gleich erledigt, „denn über Geld spricht man nicht“, war die Meinung.
Live-Sendungen von Radio U1 Tirol am Freitag, dem 20. Jänner, und ORF Radio Tirol am Samstag, dem 28. Jänner, sind nur zwei Höhepunkte, die im Vorfeld der Fåsnåcht passieren werden. Weitere sind u.a. die „Schallenweihe“, die Fåsnåchtsgeneralprobe und noch so einige unvorhersehbare Ereignisse. Und für den Fåsnåchtsumzug selbst hat sich bereits „Servus TV“ angemeldet.

Hoher Stellenwert.

Vom Obmann war zu hören, wie fortgeschritten der Wagenbau schon sei und dass einige „Fåsnåchtsrentner“ bei der Fåsnåcht mit einer Überraschung aufwarten werden. Besonders stolz zeigte er sich über die Tatsache, dass es erstmals keine lokale Umleitung durch das Dorf geben werde, sondern eine großräumige, nachdem das ganze Gurgltal für den Verkehr gesperrt werden wird. Das zeigt, so der Obmann, welchen Stellenwert die „Tarrenzer Fåsnåcht“ mittlerweile hat. Zum Schluss beschwor er alle versammelten Fåsnåchtler, gemeinsam an der Fåsnåchtsmesse am Samstag vor der Fåsnåcht teilzunehmen, denn auch das gehört zur Tradition, die in vollem Umfang bis in alle Ewigkeit beibehalten bleiben soll.

Von Ewald Krismer

Auch das gehörte noch zum offiziellen Teil der Fåsnåchtsvollversammlung am „Buabetåg“: Das erste „Gangle“ der „Roller und Schaller“…
„Der Hohe Rat der Tarrenzer Fåsnåcht“ mit Obmann-Stellvertreter Hannes Baumann, Obmann Marcus Wörle, Bürgermeister Rudolf Köll, Obmann-Stellvertreter Bernhard Juen und Vizebürgermeister Stefan Rueland (v.l.).
Nicht weniger wichtig im „Hohen Rat der Fåsnåcht“ sind Schriftführer Christian Krabacher und Kassier Andreas Köll (v.l.).
Für ihren unermüdlichen Einsatz bei der Errichtung des neuen Fåsnåchtsarchivs bekamen Günther Monz, Alexander Stafler und Pius Stricker (v.l.) je eine 3-Liter-Flasche köstlichen Fåsnåchtsbieres überreicht.