Festlich beschwingt bei „Tanz ins Glück“ …

Der Maestro mit charmanter Damenumrahhmung und seinem Orchester – sie alle zauberten ein grandioses Neujahrskonzert auf die Bühne des Walter Schwarzkopf Saales: Moderatorin und Sängerin Eva Lind, Dirigent Luzkas Beikircher und Stargast und Sängerin Sophie Mitterhuber (vorne Mitte v.l.). RS-Fotos: Chauvin

… und dem Plansee-Neujahrskonzert mit Tradition. Wie jedes Jahr ein Ohrenschmaus

Seit vielen Jahrzehnten zählen die Plansee-Konzerte zu den beliebten Veranstaltungen im Außerfern und haben treue Besucher. So konnte Karlheinz Wex im Namen der Plansee Gruppe und der Familie Schwarzkopf die vielen Hundert Musikliebhaber zum ersten Konzert im neuen Jahr willkommen heißen.

Von Claudia Chauvin

Die Planseeprominenz genoss das Konzert in der ersten Reihe: Aufsichtsratsvorsitzender Michael Schwarzkopf, die Vorstände Karlheinz Wex und Bernhard Schretter (1., 4. und 5. v.l.) mit ihren Begleitungen.

Ganz besonders beliebt sind diese Neujahrskonzerte mit dem Tiroler Symphonieorchester Innsbruck (TSOI). Seit dieser Spielzeit steht das Orchester unter der Leitung von Chefdirigent Lukas Beikircher (1970). Ausdrucksstark in der Gestik war sein Dirigat, das die Musikerinnen und Musiker sichtlich und hörbar mitriss. Auch die Moderatorin Eva Lind erfreute das Publikum mit Charme und viel Information.
Alles, was ein gutes Neujahrskonzert ausmacht wurde im Walter-Schwarzkopfsaal geboten. Mit Jacques Offenbach (1819-1880) und der Ouvertüre zu „Pariser Leben“ begann der Abend. Das Werk des in Köln geborenen Komponisten entstand anlässlich der 6. Weltausstellung in Paris. Eine der berühmtesten und meist gespielten Opern von Richard Strauss (1864-1949) ist „Der Rosenkavalier“. Das TSOI spielte mit Bravour Auszüge aus der Rosenkavalier-Suite. Fanfaren erklangen zu Beginn der Polonaise aus „Eugen Onegin“ op. 24 von Piotr Iljitsch Tschaikowski (1840-1893). Diese Oper gehört zu den heute meistgespielten Werken. Von Robert Stolz (1880-1975) war der schwungvolle Marsch „Frühjahrsparade“ zu hören und ebenfalls von dieser Jahreszeit sang Stargast Sophie Mitterhuber aus Salzburg „Im Frühling – im Mondschein – im Prater in Wien“. Begonnen hat sie ihre Laufbahn am Tiroler Landestheater – heute ist sie am Staatstheater Am Gärtnerplatz in München engagiert.
Natürlich ist auch Johann Strauß Sohn (1825-1899) mit der Schnellpolka „Leichtes Blut“ vertreten, die in Wien und Paris einen Riesenerfolg feierte. Äußerst gefühlvolle Passagen erklangen bei dem Konzertwalzer „Ein Walzertraum“ von Oscar Straus (1870-1954). Und es „walzert“ weiter, doch hier mit einer ganz anderen Art, mit „La Valse“ von Maurice Ravel (1875-1937). Auf einer Reise nach Wien wurde er von Walzern inspiriert. Extreme Konzentration und Kondition war bei diesem anspruchsvollen, langen Werk seitens des Dirigenten und der Ausführenden gefordert. Viel Beifall war der Lohn.
Eröffnet mit einem feinen Violin-Solo erklang dann die schöne Stimme von Sophie Mitterhuber bei „Du sollst der Kaiser meiner Seele sein“ und „Die ganze Welt ist himmelblau“ von Robert Stolz noch einmal. Zum Abschluss des offiziellen Programms gab es ein echtes Meisterwerk des österreichisch-amerikanischen Komponisten und Dirigenten Erich Wolfgang Korngold (1897-1957) zu hören, die „Straussiana“, ein lustiges, fröhliches Werk, das mit Violin-Pizzikati begann.

Das Gläschen Sekt in der Pause zum Anstoßen auf ein glückliches und erfolgreiches neues Jahr gehört bei jedem Neujahrskonzert dazu – die charmante Gästebetreuung ist inklusive!

Und was noch von einem Neujahrskonzert erwartet wird, wurde noch in die Zugaben gepackt: Offenbachs „Can-Can“, „An der schönen, blauen Donau“ von Johann Strauß und der Radetzky-Marsch von Johann Strauß Vater rundeten den großartigen Konzertabend ab. „Prosit Neujahr“.

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.