Feuer, Schall und Rauch – Ötztaler Feuerteufel

Die Ötztaler Feuerteufel mit ihrer spektakulären Show zum 15. Jubiläum. RS-Foto: Hirsch

Bruggen/Längenfeld mutierte zum unheiligen Grund

Bereits zum 15. Mal luden die Ötztaler Feuerteufel zu ihrer spektakulären Show in Bruggen/Längenfeld. Seit der Gründung des Vereins 2003 ist die Gruppe, rund um Obmann Thomas Klotz, auf beeindruckende 170 Mitglieder angewachsen. Alljährlich faszinieren die Ötztaler Feuerteufel mit aufwändigen Wagen und Kulissen. Jedes Jahr laden die Krampusse andere Gruppen ein und machen so aus Bruggen einen „unheiligen“ Ort. An die 140 Tuifl trieben dieses Jahr ihr Unwesen.

Von Friederike Hirsch

Es ist kalt und dunkel. Über dem eingezäunten Platz liegt eine eigenartige Spannung. Gerade ist der Nikolaus mit seinen Engeln im Schlitten wieder weggefahren. Noch leuchten die Kinderaugen. Im Hintergrund leuchte ein Schild „Höllentor“. Zahlreiche Besucher drängen sich rund um die Absperrungen. Unheimliche Geräusche, ein Rasseln von Ketten und undefinierbarer Lärm. „Are you ready,“ dringt es aus dem Lautsprecher und „Lasset die Spiele beginnen.“ Drohend mystische Musik erfüllt den Festplatz in Bruggen und dann, wie aus dem Nichts: Feuer, Rauch, Geschrei – die erste Tuifl Gruppe trifft ein. An die 140 Tuifl zeigen während der nächsten zwei Stunden ihre Interpretation der Schreckensgestalt, die den Heiligen Nikolaus begleitet. Krampusse, Teufel und magische Tiergestalten, schwarze Engel und Hexen schreien und dröhnen. Bengalische Feuer erhellen die Nacht, Glocken und Schüsse zerreißen die Dunkelheit. Ein wahres Spektakel spielt sich vor den Zuschauern ab. Teufel auf Motorrädern rasen über den Platz, Krampusse auf unheimlichen Gefährten rollen in die Arena. Unheimliche Fratzen, glühende Augen – die Ausstattungen der Teufel sind so unterschiedlich, wie die Dörfer, aus denen sie kommen. Sieben Gruppen lassen sich dennoch ausmachen. Sie boten eine fulminante Show aus Tänzen, Showeinlagen und Feuer. Eine sensationelle Show boten die Gastgeber. Der Oberteufel der Ötztaler Feuerteufel wurde mit einem Kran auf einen eigens errichteten Vulkan gehoben und unter lautem Krach, Feuer und Rauch schwebte er förmlich Richtung Höllentor. Wild, feurig und dennoch geordnet verlief der Teufellauf reibungslos. Das Sicherheitskonzept mit Ordnern, Rettung und Freiwilliger Feuerwehr hat sich bewährt.

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