Finaler Startschuss für Sellraintaler Wildsäue?

Um Punkt 10 Uhr gingen die Startläufer ins Rennen. Schnellster Aufsteiger auf die Lampsenspitze war Manuel Zorn, der an Werner Heel übergab. Foto: Wolfgang Rives

Am vergangenen Sonntag ging im Sellraintal die 17. Wildsaustaffel über die Bühne: Vermutlich zum letzen Mal

Er hat es wieder getan! Zum bereits 17. Mal organisierte Obmann Heinz Kapferer (Sportverein Sellrain) mit seinem Team ein hochalpines Sportevent der Extraklasse. Die Internationale Wildsaustaffel, bei der die aus jeweils vier Sportlern bestehenden Mannschaften in möglichst kurzer Zeit zwei Gipfel mit Tourenskiern erklimmen und auf Abfahrtsbrettern talwärts befahren müssen. Der Bewerb könnte heuer allerdings zum letzen Mal durchgeführt worden sein. Auf Grund der stetig kleiner werdenden Teilnehmerzahl, entschied sich Organisator Heinz Kapferer gegen eine Fortsetzung im kommenden Jahr.

Das Aus des Bewerbes ist freilich noch nicht in Stein gemeiselt. Vielleicht findet sich jemand, der die Tradition der Wildsaustaffel auch im kommenden Jahr aufrecht erhalten möchte. Unter Obmann Heinz Kapferer wird es jedenfalls keinen weiteren Bewerb geben. In Spitzenjahren waren rund 70 Staffeln gemeldet, in diesem Jahr schrumpfte das Teilnehmerfeld auf nur 12 teilnehmende Staffeln. Der Organisationsaufwand ist immer derselbe und für ein so kleines Feld schlussendlich einfach zu groß. Nichts desto trotz erledigte das 150-köpfige Organisationsteam seine Aufgabe auch heuer wieder mit Bravour. Widrige Witterungsverhältnisse machten eine Verkürzung der Strecke notwendig. Aus Sicherheitsgründen mussten sowohl die Strecke auf die Lampsenspitze, als auch auf den Zischgeles verkürzt werden. Windböen von 90 km/h machten eine Begehung auf der Originalstrecke unmöglich.

IM MASSENSTART GING ES LOS IN RICHTUNG LAMPSENSPITZE. Um Punkt 10 Uhr ertönte der Startschuss für die erste Gruppe der Aufsteiger, die sich im Laufschritt auf den Weg zum Übergabepunkt „Schiefenstein“  machte. Die Besten bewältigten den Höhenunterschied von rund 800 Metern in weniger als 40 Minuten. Nach erfolgter Übergabe an den Teampartner, begann Teil eins der rasanten Abfahrt in Richtung Zielgelände. Dort wartete der zweite Aufsteiger, der wiederum auf Tourenskiern den Zischgeles (Übergabe „Unterm Kamplboden“) in Angriff nahm und Abfahrer Nummer zwei zur finalen Abfahrt ins Rennen schickte.

DIE ERGEBNISSE IM ÜBERBLICK. Teilnehmer bis Gesamtalter 180 Jahre: Platz 1: Mountainshop Hörhager 1 (Gesamtlaufzeit 1:17:27), Platz 2: Mountainshop Hörhager und Freunde (1:17:47), Platz 3: Team Serles  (1:19:11). Teilnehmer bis Gesamtalter über 180 Jahre: Platz 1: Team Unterberger Denzel (1:26:09), Platz 2: Rinnengang Sterzinger Wipptal (1:45:30).

DIE ABSCHNITTSSIEGER. Der schnellste Aufsteiger auf der verkürzten Strecke auf die Lampsenspitze war Manuel Zorn  mit einer Zeit von 38:40 Minuten. Georg Egger bezwang den Zischgeles in 29:12 Minuten. Bergab von der Lampsenspitze zeichnete Florian Falkner in 3:33 Minuten die Bestzeit in den Schnee, während Philipp Stern in 1:50 Minuten die Zischgeles-Abfahrt als zeitschnellster Läufer absolvieren konnte.

Von Wolfgang Rives

Das letzte Abklatschen fand wie üblich am Zischgeles statt. Bei schlechtem Wetter und starkem Wind erreichten die Tourengeher ihren Abfahrtspartner. Foto: Veranstalter
Heinz Kapferer organisierte heuer die Wildsaustaffel zum 17. und letzten Mal. Foto: W. Rives
Weltcup-Abfahrer Werner Heel (re.) startete für das „Team Seiles“. Foto: W. Rives
Übergabe nach erfolgter Abfahrt. Armin Zorn (re.) übernahm die Schleife und marschierte auf den Zischele. Foto: W. Rives
Thomas Brantner (li) verlor bei der Abfahrt einen Ski, fuhr dennoch mit Höchstgeschwindigkeit ins Ziel. Foto: W. Rives
Hörhager und Freunde) am Ziel. Foto: W. Rives
Startschuss! Simon Haslwanter (li.) und Helmut Wegscheider ließen es krachen. Foto: W. Rives

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