Finanzspritze für soziales Engagement

Gemeinnützige Projekte in Kombination mit Nachhaltigkeit: 40.000 Euro fließen im Rahmen des Förderpreises der Sparkasse Imst Privtstiftung zurück in die Region "Tiroler Oberland". RS-Fotos: Praxmarer

Sparkasse Imst Privatstiftung zeichnet innovative Ideen mit Förderpreis aus

Insgesamt fünf der 34 Ansuchenden dürfen sich dieses Jahr über eine Förderung ihres gemeinnützigen Vorhabens freuen. Der Förderpreis in einer Gesamthöhe von 40.000 Euro wurde im Tiroler Oberland erstmals in der Geschichte der Sparkasse Imst verliehen. Insgesamt ist von einer Summe in der Höhe von 800.000 Euro die Rede, welche seit 2006 zurück in die Region geflossen ist.

Bei dem neuen Förderpreis handelt es sich um eine Auszeichnung der Sparkasse Imst Privatstiftung. Aus 34 engagierten Initiativen für soziale und gemeinnützige Anliegen im Tiroler Oberland gingen fünf Preisträger hervor. Eines der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl war die Nachhaltigkeit der einzelnen Projekte – bei jedem der ausgezeichneten Vorhaben handelt sich um „lebende Projekte“, welche über eine lange Zeitspanne hinweg allgemeinen Nutzen versprechen, wie Franz Raich, Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Stiftung, erklärt.

TAGESBETREUUNG VON SENIOREN IM PITZTAL. Mit einem Preisgeld in der Höhe von 7.500 Euro wird der Erwerb zweier Komfort-Liegestühlen beabsichtigt, welche bei der angebotenen Tagesbetreuung von Senioren noch fehlen. Die Betreuung bietet Gesellschaft, abwechslungsreiche Aktivitäten und Entlastung für Angehörige.

SOZIALE UND KREATIVE BILDUNGSINSTITUTIONEN. Die Bundeshandelsakademie/Handelsschule Imst war mit ihren zwei Einreichungen gleich doppelt vertreten. Das Projekt „Peer Teaching“ bietet SchülerInnen mit Defiziten die Möglichkeit, Nachhilfestunden von gleichaltrigen leistungsstarken KollegInnen zu erhalten. Das gemeinsame Lernen hat den enormen Vorteil, sehr kostengünstig zu sein. Die bereits deutlich gestiegenen schulischen Leistungen bestätigen das Konzept. Lehrerin Nina Margreiter und auch Direktor der HAK-Imst Harald Schaber freuen sich über den Erfolg. Die erhaltenen 5.000 Euro werden in sogenannte Lernkojen investiert, die den SchülerInnen als ruhige und perfekt geeignete Orte zum Lernen dienen.
VIRTUELLER MARKTPLATZ FÜR DIE UMWELT. Den positiven Effekt eines virtuellen Marktplatzes wird in naher Zukunft außerdem die BHAK/HAS Imst in Form einer neuen App bewirken. In Zusammenarbeit mit dem Ökozentrum, insriX, der Landwirtschaftlichen Lehranstalt, der HTL Imst sowie dem IT-Kolleg soll diese innovative Smartphone-Anwendung entstehen. Das Besondere daran: Informationen über Produkte regionaler und bäuerlicher Betriebe werden geliefert, wie beispielsweise Verfügbarkeit, genaue Herkunft, mögliche Rezepte oder CO2-Emissionen. Umweltfreundlicher Konsum regionaler Produkte soll dadurch effizient gefördert werden. Hilfe für die Umsetzung des Vorhabens gibt das Preisgeld in der Höhe von 5.000 Euro.
REGIONALE MARKTTRADITION IM PITZTAL. Ebenfalls um bäuerliche Direktvermarktung bemüht sich der Pitztaler Erlebnismarkt Wenns. Um die Markttradition in Wenns zu erhalten, werden unter anderem Tierschauen und ein kulturelles Rahmenprogramm geboten. Die Förderung in der Höhe von 5.000 Euro stellt nun eine weitere Säule zur Unterstützung des Vertriebes regionaler Produkte dar, freut sich Bgm. Walter Schöpf.

AUFWERTUNG DES LEBENSRAUMES GURGLTAL. Um eine Beleuchtung der biologischen Vielfalt im Gurgltal geht es bei einem geplanten Themenweg seitens des Ökozentrums Imst. Laut GF Gottfried Mair sollen über 15 Stationen Einblicke in Tier- und Pflanzenwelt sowie Mineralogie bzw. Geologie und Naturschutz geben. In das Anlegen der verschiedenen Stationen werden die erhaltenen 5.000 Euro nun investiert.

FÖRDERPREIS 2017. Auch 2017 soll abermal eine Summe von rund 40.000 Euro gemeinnützigen Initiativen zur Verfügung gestellt werden. Das entsprechende Antragsformular wie Informationen zu den Einreichkriterien sind unter www.sparkasse.at/imst/stiftung auffindbar. Die Ansuchung von 34 Initiativen zeige, dass der Bekanntheitsgrad des Förderpreises bereits hoch sei, stellt Franz Thurner, Vorsitzender des Regionalförderbeirates, fest.

Von Anna Praxmarer

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.