Fit für die digitale Welt

Eröffnung der Computeria Rietz mit Landesrätin Patrizia Zoller-Frischauf (M.), Bürgermeister Gerhard Krug (hinten, 2.v.l.), Computeria-Leiter Hermann Fritz (hinten, 1.v.l.) und interessierten Senioren. Foto: Land Tirol/Kathrein

Eröffnung der Computeria Rietz

Laptops, Smartphones und Tablets bieten zahlreiche Möglichkeiten, wenn man weiß, wie man sie richtig benützt. Viele, gerade ältere Menschen, sind aber mit der digitalen Welt überfordert. Wie logge ich mich in ein WLAN ein? Wie funktionieren beispielsweise Skype und WhatsApp? Der Beantwortung dieser Fragen widmet sich seit vergangener Woche die Computeria in Rietz. Im Pfarrhaus wurde der Lern- und Begegnungsort nun offiziell von Digitalisierungslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf eröffnet.

Von Barbara Heiss

Landesrätin Zoller-Frischauf: „In der Computeria Rietz können sich die Seniorinnen und Senioren das nötige Rüstzeug für ihre digitale Kompetenz aneignen.“ Foto: Land Tirol/Kathrein

„Die digitale Kompetenz gehört heute zu einem selbstbestimmten Leben dazu. PC, Smartphone und Internet können auch den Alltag der älteren Generationen erleichtern. Sei es, um in Kontakt mit Bekannten, Familie und Freunden zu bleiben oder Behördenwege und Bankgeschäfte online zu erledigen. In der Computeria Rietz können sich die Seniorinnen und Senioren das nötige Rüstzeug dafür aneignen“, betont Landesrätin Zoller-Frischauf bei der feierlichen Eröffnung. Die neue Computeria in Rietz ist neben Imst, Sautens, Mötz und Nassereith mittlerweile die fünfte Einrichtung dieser Art im Bezirk Imst. „In gemütlicher Atmosphäre voneinander lernen – das ist das Motto unseres neuen, digitalen Stammtisches, der eine große Bereicherung für die Gemeinde darstellt. Ganz im Sinne des Namensursprungs der Computerias – Computer und Cafeteria – steht in den Räumlichkeiten neben einem Beamer für Vorträge und Präsentationen auch eine Kaffeemaschine zur Verfügung – für das leibliche Wohl ist also gesorgt“, freut sich auch Bürgermeister Gerhard Krug über das neue Projekt. Der Testbetrieb sei auf jeden Fall gut und gerne angenommen worden. Als ehrenamtlicher Leiter der Computeria Rietz fungiert Hermann Fritz, der sich ebenfalls begeistert zeigt: „Unsere Schwerpunkte liegen auf dem Umgang mit dem Internet und der Bedienung von PC, Laptop und Smartphones. Einen strikten Lehrplan gibt es nicht, die behandelten Themen richten sich nach den Interessen der Besucherinnen und Besucher, die jeweils ihre eigenen Geräte mitbringen.“ Die verschiedenen Computerien in Tirol sind ein wahres Erfolgsprojekt: Mittlerweile engagieren sich mehr als 300 ehrenamtliche Menschen für die digitale Weiterbildung der älteren Mitmenschen an rund 50 Standorten in Tirol. „Mit dem Netzwerk Computeria Tirol setzen wir im Rahmen der Tiroler Seniorenbildungsarbeit gezielt Initiativen für mehr Lebensqualität, verbunden mit der Chance, im Alter neue Fähigkeiten zu erlernen und geistig fit zu bleiben“, erklärt Seniorenlandesrat Bernhard Tilg. Die Arbeit der Ehrenamtlichen lohnt sich nicht nur für die Bevölkerung, auch das Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz zeichnete diese Tiroler Bildungsinitiative bereits zweimal mit dem österreichweiten „Good Practice Modell“ im Bereich der Seniorenbildung aus. Die Computeria in Rietz ist jeden zweiten Samstag im Monat von 9.30 bis 11 Uhr im Pfarrhaus Rietz geöffnet. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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