Flaurling erhält neues Herzstück

Das in die Jahre gekommene Gemeindeamt weicht einem modernen, zeitgemäßen Gebäude und wird im Niedrigenergiestandard errichtet. RS-Foto: Hackl

Der ersehnte Startschuss für den über drei Jahre geplanten Neubau des Gemeindeamtes ist nun endlich gefallen

Nach umfangreichen Beratungen, Planungen und Vorbereitungen erfolgte in Flaurling der längst angestrebte Spatenstich für das neue Gemeindeamt. Am Standort des bisherigen Objekts wird nun ein zeitgemäßes und funktionell an die Dienstleistungsanforderungen angepasstes Gemeindehaus errichtet. Insgesamt zogen drei Jahre ins Land bis das komplette Projekt auf Schiene war und sich die zahlreichen Interessen unter einem Dach vereinen ließen. Das barrierefrei konzipierte Mehrzweckgebäude wird neben dem Gemeindeamt auch Sozial-Räumlichkeiten bzw. Platz für den Sprengelarzt, eine Bankfiliale sowie sieben Mietwohnungen enthalten. Mit der Fertigstellung ist im Frühjahr 2021 zu rechnen.

„Bürgermeisterin Brigitte Praxmarer ist die federführende und treibende Kraft hinter diesem Projekt. Sie und Amtsleiter Josef Gruber haben ein Engagement an den Tag gelegt, das seinesgleichen sucht“, äußert sich Wohnungseigentum (WE) GF Walter Soier über die enge Zusammenarbeit. Drei Jahre lang hat sich die Ortschefin mit den Verantwortlichen darum bemüht, den zahlreichen Interessen gerecht zu werden und das Mehrzweckgebäude so umsichtig wie möglich zu realisieren. Die Planung wurde von Architektin Veronika Hackl-Pedrini in achtsamer Weise auf den umliegenden Ortskern von Flaurling durchgeführt. Auch sie hat das Projekt offenkundig nicht auf die leichte Schulter genommen: Auf dem Weg zur optimalen Lösung wurde der Plan durch die Architektin acht Mal adaptiert.

WAS LANGE WÄHRT; WIRD ENDLICH GUT. „Gut Ding braucht Weile und in diesem Sinne ein ganz großes Danke an alle Beteiligten – für ihr unermüdliches Engagement und die Geduld“, ließ Bürgermeisterin Brigitte Praxmarer, die sich über die angelaufenen Bauarbeiten freut, verlauten und fügt hinzu: „Geld zählt bei derartigen Vorhaben natürlich zu den entscheidenden Faktoren, und es hat sich gezeigt, dass sich das Projekt nur rentiert, wenn wir Wohnungen hineinbauen.“ Dadurch konnten zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen werden, denn die Gemeinde weise ohnehin einen großen Wohnraumbedarf auf. Die Baukosten belaufen sich auf rund 2,3 Millionen Euro. Für die Wohnungen stellt das Land Tirol ein Förderdarlehen von 670.000 Euro zur Verfügung, woraus sich ein Mietpreis von acht Euro pro Nutzfläche ergibt. Die neuen Räumlichkeiten werden nicht nur von sieben Wohnungsmietern und der Gemeinde, sondern auch von der Raika bezogen. Diese bleibt dem Dorf weiterhin mit einer Filiale erhalten. „Wir sind glücklich, dass ihr wieder hier einzieht“, richtet die Dorfchefin das Wort an die Raiffeisenbankdirektoren Wolfgang Dirnberger und Günter Steffan. Doch bevor das Mehrzweckgebäude seinen vielseitigen Zweck erfüllen kann, gilt es, die baubedingten Belastungen zu überstehen. Die Bürgermeisterin hofft auf eine unfallfreie Bauphase, ein gutes Einvernehmen und verkündet, dass die Gemeinde gewillt sei, die unvermeidlichen Wohn- und Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten.

Von Beatrice Hackl

WE-GF Walter Soier und Bgm. Brigitte Praxmarer versetzte das Verschließen der Zeitkapsel – mit den Unterschriften der Beteiligten – in beste Stimmung. RS-Foto: Hackl
Freuen sich über den Startschuss: Wohnungseigentum GF Walter Soier, Bauleiter Dietmar Auer, Bgm. Brigitte Praxmarer, Architektin Veronika Hackl-Pedrini, Direktoren der Raiffeisenbank Wolfgang Dirnberger und Günter Steffan. RS-Foto: Hackl

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