Flüsterasphalt für geplagte B 177-Anrainer

Die Verhandlungsrunde bei LH-Stv. Josef Gelsler (l.) fruchtete. Zirls Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser und Fritz Gurgiser (Transitforum) zeigten sich mit dem Ergebnis zufrieden. Foto: IG Zirl

Umfahrungsstraße soll noch heuer asphaltiert werden – Verhandlungen mit der Asfinag wegen Lärmschutz starten nun

Die Lärmbelästigung an der A 12, der B 171 und der B 177 ist in Zirl ein brisantes Thema. Es gab bereits Lärmmessungen, Verkehrsgutachten wurden erstellt und öffentliche Diskussionsforen abgehalten. Nun scheint es so, dass Bewegung in die Sache kommt. Die Zirler Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser erklärt in einer Presseaussendung, dass, falls es die Witterung zulässt,  noch heuer entlang der Umfahrungsstraße B 177 ein Flüsterasphalt auf die Fahrbahn aufgetragen werden soll.

Seit vier Jahren sind der BH Inns-bruck, dem Land Tirol sowie dem BMVIT (Asfinag) die unerträgliche Lärmsituation bekannt. Am vergangenen Donnerstag ist es uns gelungen, mit dem für den Straßenbau zuständigen Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler die Einigung zu erzielen, nach der die Sanierung der äußerst lärmbelasteten Asphaltdecke auf der Zirlerberg-Transitstrecke im Bereich der Marktgemeinde Zirl von der Landesbaudirektion, Abteilung Straßenbau, unverzüglich nach dem Vergabegesetz ausgeschrieben werden soll. Nach Einlangen der Offerte und Ermittlung des Bestbieters wird, falls es die Witterung zulässt, noch heuer, ansonsten sofort im Frühjahr ein zeitgemäßer, lärmmindernder Belag aufgebracht“, schildert die Zirler Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser in einer Presseaussendung. Für die Abmachung mit LH-Stv. Geisler habe sich insbesondere sie als Sprecherin der IG-Zirl vehement eingesetzt. „Denn der Lärm macht keine Pause und es ist den sehr stark in ihrer Gesundheit und Lebensqualität betroffenen Familien keine weitere Zeitverzögerung durch Versuche etc. zuzumuten“, so Zangerl-Walser weiter.

WESENTLICHER TEIL DER FORDERUNGEN ERFÜLLT. Weiters erklärt die Zirler Vizebürgermeisterin: „Damit wird ein wesentlicher Punkt der berechtigten Forderungen der IG-Zirl sowie des Transitforum Austria-Tirol erfüllt, der nach Realisierung zu einer ‚hörbaren Lärmminderung‘ beitragen wird. Ein Dank gilt auch Landeshauptmann Günther Platter, der als Finanzreferent für diese überfällige Maßnahme volles Verständnis und Unterstützung zugesagt und die entsprechenden Mittel am Freitag  freigegeben hat!“

HARTE VERHANDLUNGEN MIT ASFINAG STEHEN AN. Als nächstes werden nun mit der Asfinag harte Verhandlungen anstehen, denn der Lärmschutz an der A12 im Bereich der Marktgemeinde Zirl ist dringend zu erneuern und auch zu verlängern. 8.000 Zirler haben ein Recht darauf, dass ihnen die Lebens- und Gesundheitsqualität an der A12, der B171 und der B177 „dauerhaft und nachhaltig“ gewährleistet wird. „Die Gesundheit ist kein verhandelbares Gut; sie ist unser gemeinsames Kapital für Jung und Alt“, schließt Vizebürgermeisterin Iris Zangerl-Walser ab.