Fortschritt für Vierbeiner

Zahlreiche Tierliebhaber kamen am vergangenen Freitag zur Eröffnung von „Vetpix“ – dem neuen Institut für bildgebende Kleintierdiagnostik. RS-Foto: Heiss

High-Tech-Diagnostik für Kleintiere im Alpenraum

Zwischen Zürich und Oberösterreich sowie München und Bologna befindet sich auf der Ötztaler Höhe nun das einzige Institut für bildgebende Kleintierdiagnostik mit dem ersten Magnetresonanztomographen (MRT) und Computertomographen (CT) für Hund, Katze und andere Kleintiere.

Von Barbara Heiss

Unglaubliche 650000 Hunde und Katzen leben im Einzugsgebiet von „Vetpix“ auf der Ötztaler Höhe. Am vergangenen Freitag konnte nun das Großprojekt rund um die Tiermediziner Rupert und Peter Wassermann feierlich eingeweiht werden. Zahlreiche Gäste, teilweise mitsamt ihren tierischen Begleitern staunten nicht schlecht, was in der Tiermedizin heute schon alles möglich ist. Mit modernsten Geräten aus der Humanmedizin können nun auch Tiere, vom Hund bis zur Katze, aber auch noch kleinere Tiere, professionell untersucht werden.

Neue Verwendung.

Beide Geräte fanden im neuen Vetpix-Gebäude nun einen ähnlichen, aber doch neuen Verwendungszweck. Die Geräte wurden früher in der Humanmedizin beim Menschen eingesetzt. Nun werden diese, mit einigen Abänderungen, in der Tiermedizin verwendet. Der 17-Tonnen schwere Siemens MRT „Magnetom C!“ überzeugt mit seinem Permanentmagneten (0,35 Tesla) durch ausgezeichnete Bildqualität. Bei der MRT-Untersuchung werden Veränderungen und Erkrankungen der Weichteile dargestellt. Nur ein MRT ermöglicht präzise Untersuchungen von Organen wie dem Gehirn, dem Rückenmark sowie den Bandscheiben und Bändern. Auch mit dem CT „Somatom go.Now“ können in hervorragender Weise Untersuchungen von Verletzungen und Erkrankungen im Bereich des Bauchraums, Brustkorbs, Schädels sowie am gesamten Skelett durchgeführt werden. Die Tiere werden dabei unter Vollnarkose gesetzt und in den Aufwachzwingern betreut, bis sie vom Herrchen oder Frauchen wieder abgeholt werden. „Wir hoffen natürlich bei der Überweisung auf eine gute Zusammenarbeit mit den Tierärzten aus der Umgebung“, erklärt Rupert Wassermann. Des weiteren bietet Vetpix Physiotherapie und Unterwasserlaufband (Hydrotherapie) für Hunde mit Gelenkserkrankungen an. Seit Montag, dem 4. Juni, können Tierliebhaber ihre treuen Begleiter nach Terminvereinbarung im Institut Vetpix untersuchen lassen.

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