Frauen-Fußball-Frühstück

Freuten sich über die rege Teilnahme der Vereine am Frauen-Fußball-Frühstück: Katharina Margreiter, Wolfgang Suitner und Jenni Giebl (v.l.) RS-Foto: Unterpirker

Aufbruchsstimmung bei TFV- und Vereinstreffen in Tarrenz

Eine vorbildhafte Initiative startete der Tiroler Fußballverband: Im Gurgltalerhof in Tarrenz wurde zu einem Frauen-Fußball-Frühstück geladen, um neue Projekte zu präsentieren – und um das Miteinander in den Vordergrund zu stellen. Insgesamt acht Vereine nahmen an dem Treffen teil, das vom TFV-Damen-Referat organisiert wurde.

Von Albert Unterpirker

Insgesamt vier solcher Frauen-Fußball-Frühstücke gibt es in Tirol, den Startschuss machte das Oberländer Frühstück im Gurgltalerhof in Tarrenz. Mit dabei waren vom Tiroler Fußballverband-Vizepräsident Wolfgang Suitner, Jenni Giebl (seit Juni 2019 Frauen-Referentin beim TFV) sowie Katharina Margreiter (Obfrau-Stellvertreterin und Referentin für Mädchen und Frauenfußball) und vonseiten der Vereine Umhausen, Landeck, Paznaun, Längenfeld, Haiming, Lechaschau, Nauders und Imst. „Wir wollen schauen, dass Frauen-Fußball mehr Schwung und Präsenz hat“, so Giebl, die neue Projekte vorstellte, wie: Girls-Power (Frauen-Fußball soll in die Volksschulen gebracht werden), Mädchen-Fußball (in Zusammenarbeit mit den Vereinen soviel wie möglich Mädchen-Standorte installieren, finanzielle Unterstützung vom Verband, Alter: zehn bis 14 Jahre, kostenloses Schnuppertraining soll angeboten werden), der Damen-Hallencup (24 Teams wurden eingeladen, 19 haben zugesagt, Cup geht am 29. Februar/1. März in Neustift über die Bühne) und der Tag des Mädchen-Fußballs am 9. Mai 2020 (Marktplatz Innsbruck, Giebl: „Dort wollen wir Werbung für den Mädchen-Fußball machen und zeigen, dass wir da sind!“). Die diversen Projekte starten im Herbst.

Acht Vereine nahmen am Treffen im Gurgltalerhof in Tarrenz teil. RS-Foto: Unterpirker
Weichen gestellt

Derzeit stehen 24 Damen-Teams in Tirol in den diversen Meisterschaften. Giebl: „Wir freuen uns über jedes Team, das sich anmeldet!“ Bezüglich Oberland meint die Damen-Referentin: „Leider gibt es hier nur einen Verein, der in der Tiroler Liga tätig ist.“ TFV-Vizepräsident Wolfgang Suitner fügt an: „Von der Logistik her ist es im Oberland gegenüber Innsbruck ein ganz anderer Aufwand und auch für die Eltern eine viel größere Belastung (beispielsweise wegen weiter Fahrten, Anm.). Dennoch: „Das Engagement hier im Oberland ist sehr groß, wir sind überrascht, wieviel hier passiert!“ Was muss noch mehr passieren? „Wir brauchen mehr weiblichen Nachwuchs“, weiß die Damen-Referentin, die anfügt: „Damen-Fußball ist bei einigen Vereinen noch ein Stiefkind.“ Fazit vom Frauen-Fußball-Frühstück in Tarrenz: Es ist eine vorbildhafte Initiative seitens des Verbands, die mit viel positiven Anklang von den anwesenden Vereinen aufgenommen wurde. Abschließend wurde viel diskutiert – und die eine oder andere Weiche gestellt.

Wolfgang Suitner: „Das Engagement im Oberland ist sehr groß!“ RS-Foto: Unterpirker

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