Frauen machen sich stark!

Frauen für Frauen. Evelyn Mages, Elisabeth Grabner-Niel und Sonja Kofelenz (v.l.). RS-Foto: Weber

„Eines für alle” – So lautet ein Slogan auf dem Flyer des Frauenvolksbegehrens in Österreich. Neun Forderungen „Weil Frauen weniger bekommen als sie verdienen“

Frauen aus allen Landesteilen Österreichs machen sich stark für ihre Anliegen. Freiwillige arbeiten ehrenamtlich, um die Bevölkerung für das Frauenvolksbegehren zu gewinnen. In der Bücherei Reutte fand kürzlich eine offene Gesprächsrunde zu diesem Thema statt.

Von Michaela Weber

Büchereileiterin Sonja Kofelenz und Nachbarin der BASIS Geschäftsführerin Evelyn Mages, begrüßten Elisabeth Grabner-Niel, die sich für das Frauenvolksbegehren einsetzt.

Vor über zwanzig Jahren hatte die erste Frauenministerin Österreichs, Johanna Dohnal, die Vision einer Zukunft ohne Rollenzwänge, Macht- und Gewaltverhältnisse. Die Feministin hielt damals die Zeit reif für eine Zukunft – nicht weiblicher, menschlicher Natur – ohne Männerbündelei und Weiblichkeitswahn. Wo stehen wir heute? Aus dem Frauenvolksbegehren 1997, das elf Forderungen enthielt, schließt sich das Frauenvolksbegehren 2018 an. Man hat sich schrittweise in die richtige Richtung bewegt. Erfüllt sind die Punkte von 1997 bei weitem nicht. Traurig, dass im Jahr 2018 noch immer ein starres Rollenbild und daraus resultierende Ungleichberechtigungen vorherrschen. Die Zahlen aus dem Gleichstellungsbericht belegen dies schwarz auf weiß.

RECHT AUF GLEICHWERTIGKEIT.

Das Bruttojahreseinkommen von Frauen liegt immer noch 12 Prozent unter dem der Männer. Ungeachtet der Branche, Tätigkeit und des  Beschäftigungsausmaßes ist dies ein unerklärter Wert.

RECHT AUF VIELFALT.

Chancengleichheit für Alleinerziehende und ihre Kinder, um sie vor Geldnot und Armut zu schützen. Möglichkeiten der Kinderbetreuung mit flexiblen Öffnungszeiten sind im FVB angeführt.

RECHT AUF SICHERHEIT.

Neben Gewaltschutz zählen auch die Themen Verhütung und Schwangerschaft zu den angeführten Punkten, die im Parlament diskutiert werden sollen. Ein niederschwelliger Zugang zu Verhütungsmitteln und Aufklärung soll den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Sicherheit gewährleisten. Das Frauenvolksbegehren kann auf jedem Gemeindeamt nach Vorlage des Lichtbildausweises unterstützt werden. Genaue Informationen zu den Forderungen können unter frauenvolksbegehren.at eingeholt werden.

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