Freiwillige Feuerwehr Sautens sorgt für Platz

Beide Fahrzeuge müssen ständig unter Strom- und Luftversorgung stehen, um stets einsatzbereit zu sein. RS-Foto: Burger

RUNDSCHAU-Lokalaugenschein: Langersehnte Vergrößerung der Feuerwehr Sautens in vollem Gange

Im Gespräch mit Abschnittsbrandinspektor Herbert Lutz hört man die Freude und Einsatzbereitschaft aller Kameraden, sich selbst beim Umbau der neuen Leitstelle in Sautens mit einzubringen, deutlich heraus. Einigkeit besteht für die 68 aktiven Mitglieder jedenfalls bei der Erkenntnis, dass das alte Gebäude schon seit Jahren nicht mehr zeitgemäß ist.

Von Mel Burger

Mit den ersten Umbauarbeiten rund um den Außenbereich des Gebäudes begann man bereits im Mai dieses Jahres. Die einschneidenden Veränderungen wurden dann mit Anfang Juli durchgeführt, wobei die Wände des bestehenden 18 Quadratmeter großen Kameradschaftsraums in Richtung der Fahrzeughalle fallen mussten. Der dadurch gewonnene Raum bringt einen enormen Raumvorteil bei den Starts zu Einsätzen und für Gerätschaften, die nicht immer mitgeführt werden. In den Jahren zuvor wurde der Aufenthaltsraum auch als Atemschutzraum benutzt, der nach den Einsätzen elementar für die Wartung und Kontrolle der Atemschutzgeräte ist. Im Erdgeschoss des fertiggestellten Gebäudes werden somit die Abstellplätze der Fahrzeuge vergrößert. Ebenso ergibt sich Platz für einen Lagerraum, eine Werkstätte, einen Kommandoraum mit Funkstation und eine größere Umkleide. Im oberen Bereich wird ein größerer Kameradschaftsraum, ein Besprechungszimmer und ein Bekleidungslager eingerichtet. Wie viel den Mitgliedern ihre Feuerwehrstation bedeutet, wird bewusst, wenn man die viele Zeit und die Eigenleistungen, die alle gemeinsam miteinbringen, sieht. Das Budget von einer Million Euro wird wahrscheinlich nicht ganz ausreichen, was aber durch den uneigennützigen Einsatz aller Freiwilligen am Bau wohl zu einer überwindbaren Herausforderung werden wird. Die Kosten werden von Gemeinde und Land getragen.

Einer für alle, Alle für einen.

Schon 2008 wurde das Kommandofahrzeug in Eigenregie umgebaut, eine Stromversorgung und eine Blaulichtanlage eingebaut und auf der Laderampe des L300 eine Auszugslade für Werkzeuge und Hilfsmittel befestigt, sodass das Fahrzeug nun meist als Vorausfahrzeug genutzt wird und als erstes beim Einsatzort eintrifft. Bei den Umbauarbeiten greifen alle Mitglieder wieder tatkräftig mit an, so soll auch eine Werkbank wieder mit Eigeneinsatz gebaut werden, die für den Obermaschinisten mehr Stauraum und flexiblere Möglichkeiten bieten soll. Die vier Fahrzeuge von Sautens wurden während der Bauarbeiten effektiv umgestellt. Die zwei größten Einsatzfahrzeuge, das Rutschlöschfahrzeug (RLF) und das 25 Jahre alte Löschfahrzeug mit Bergeausrüstung (LFB), stehen während der Sommerferien auf dem Platz vor der Sautner Volksschule und sind stetig unter Strom- und Luftversorgung, um jederzeit für den Einsatz optimal gewappnet zu sein. So gilt auch während der Bauzeit immer noch das Motto „Allzeit bereit“, damit man stets auf Notfälle vorbereitet ist – was für das Gebiet nicht nur wegen der Bergeschere der Sautner zweifellos wichtig ist.

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