Freude und Dankbarkeit

Herzliche Glückwünsche von allen Seiten gab es für Dekan Franz Neuner (4. von rechts) zu dessen 60. Geburtstag. RS-Foto: Gerrmann

Dekan Franz Neuner feierte in großer Runde seinen 60. Geburtstag 

„You`re simply the best!“: Hunderten von Menschen sprachen (beziehungsweise sangen) Larissa und Martin von der Gruppe Uncut am Mittwoch vergangener Woche sicher aus dem Herzen. Für sie ist Franz Neuner einfach der beste Dekan, den man sich vorstellen kann. Und deswegen wurde dessen 60. Geburtstag ebenso groß wie fröhlich gefeiert.

Von Jürgen Gerrmann

Während einer festlichen Messe in der Breitenwanger Pfarrkirche freute man sich zunächst nicht nur über die gelungene Innenrenovierung des Gotteshauses: Franz Neuner brachte anlässlich seines Wiegenfestes auch seine Dankbarkeit für seine Familie und seine Berufung zum Ausdruck. Danach wechselte man hinüber ins VZ, wo schon eine 120-köpfige Ehrenformation bereitstand: Musiker aus den Kapellen von Reutte, Pflach, Ehenbichl, Höfen und Lechaschau zelebrierten, unter der Leitung von Hannes Petz und Tobias Lämmle, gleich vier Märsche und zauberten dem Jubilar mit  „Frisch auf!“, dem 47er-Regiments Marsch, dem Erzherzog Albrecht- und dem Bozner Bergsteigermarsch ein Strahlen ins Gesicht. Überhaupt: Die ganze Feier zeigte, welch großes Lebenselixier die Musik für den Dekan ist. Uli Wetzel hatte mit ihren „Zwischentönen“ schon den Gottesdienst bereichert, sie dirigierte auch die vielen Sängerinnen und Sänger aus den Kirchenchören von Breitenwang und Reutte, die das Geburtstagskind mit „Hinten bei da Stadltür“ und dessen absolutem Lieblingslied „Bist Du nit ba mir“ erfreuten und berührten. Für heimatliche Klänge sorgte wiederum den ganzen Abend über die Luitascher Tanzlmusi. Moderator Michael Hold hatte schon zu Beginn das richtige Motto ausgegeben: „An guata Huagart – einfach genießen!“ Und das taten dann letztlich alle. Breitenwangs Bürgermeister Hanspeter Wagner sang dabei im Namen all seiner Kollegen ein Loblied auf Franz Neuner, über den man nur Superlative gehört habe, seit er 2003 ins Außerfern gekommen sei: „So, wie Du uns als Franz, als Pfarrer und als Dekan begegnest, bist Du für uns einfach in Geschenk.“ Und auch Georgios Chrysochoidis, der Bürgermeister  von Neuners Heimatgemeinde Leutasch („Wir sind mit einem ganzen Bus da“), bekannte: „Wir freuen uns jedes Mal, wenn wir Dich sehen.“ Ein humoristisches „Tüpfelchen aufs i“ setzte dann eine Laudatio der ganz besonderen Art: Renate Thurner nahm als Elvira, die Vilser „Reinigungsfachfrau aus Leidenschaft“, auch so manche Schwäche des Jubilars ebenso genussvoll wie pfiffig auf die Schippe. Er müsse als 60er einfach „a bissel besser auf sich schauen“. Und zum Beispiel dieselbe Predigt zwei oder drei Mal halten: „Das merkt eh keiner.“ Gefährlich werde es erst, wenn er einen seiner Witze zum zweiten Mal zum Besten gebe. Zudem solle er vielleicht dem Rauchen abschwören, dann müsse er auch nicht mehr auf Klimademonstrationen gegen die Luftverschmutzung zu Felde ziehen. Das sei ohnehin so eine Sache für ihn als Pfarrer: „Wenn Katholiken protestieren, dann werden sie zu Protestanten!“ Also: Obacht! Der kabarettistische Parforceritt hatte dann aber doch ein ernstes Ende: „Passen`s auf sich auf – wir brauchen Sie noch!“ Auch da stimmten an einem Abend, an dem das Motto des Jubilars in jeder Minute spürbar war,  alle zu und ein. Und das lautet: „Lasst uns dem Leben trauen – weil Gott es mit uns lebt!“ 

Franz Neuner hatte übrigens auf Geschenke verzichtet und statt dessen um Spenden für die Innenrenovierung der Breitenwanger Pfarrkirche und die Initiative RollOn Austria gebeten.

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