Frostschaden

Ein großer Frostausbruch ist seit etwa drei Wochen an der nord-westlichen Mauserschale der Festung am Schlosskopf sichtbar. Foto: Helmut Sailer

An der Festung am Schlosskopf hat der Winter seine Spuren hinterlassen

Die Burgenwelt Ehrenberg mit ihren historischen Anlagen – Burgruine Ehrenberg, Fort Claudia und Festung am Schlosskopf – besitzt über die Bezirksgrenzen bekannte Popularität. In jedem Jahr im Frühling gilt es, Schäden, die Witterung und Frost an den alten Mauern hinterlassen, zu beheben.

Ständige Sanierungsmaßnahmen im Burgenensemble sind notwendig.
Foto: Walch und Partner

Ein aufmerksamer Leser und Beobachter hielt einen Mauerschaden mit der Kamera fest und stellte das Foto der Redaktion zur Verfügung. „Seit Tagen kann ich beobachten, wie an der Nord-West Außenmauer Mauersteine abfallen und ein großes Loch bilden. Die Steine sind schon weit den steilen Abhang hinuntergerollt. Diese Schadensstelle ist heute, am 27. Mai, schon wieder etwas größer.“
Dass Beobachtungen dieser Art sehr wertvoll und hilfreich sind, bestätigte auch Armin Walch, Geschäftsführer des Vereins Burgenwelt Ehrenberg, im Gespräch mit der RUNDSCHAU. „Diese angesprochene Problematik an der Mauerschale der Festung am Schlosskopf ist uns seit etwa drei Wochen bekannt. Es ist keine kleine Sache, die nicht nur kompliziert zu beheben, sondern auch sehr teuer ist“, erklärt Armin Walch. Gespräche mit der Grundeigentümerin Elisabeth Kustatscher-Nessler sind bereits geführt, dabei wird eruiert, wie dieser Schaden behoben werden kann.
„Es handelt sich um eine Frostsprengung. Solche Schäden haben wir jedes Jahr im Frühjahr. Sie zu beheben, bedeutet einen enormen finanziellen Einsatz. Allein dieser Schaden an der Festung wird den Betrag von 40000 bis 50000 Euro umfassen. Der Verein versucht natürlich alles, um diesen Mauerausbruch zu reparieren, aber die Mittel sind knapp. Das größte Anliegen unseres Vereins ist es, die nötigen finanziellen Mittel zu schaffen, um solche Bau- und Behebungsmaßnahmen durchführen zu können“, so der Burgenwelt-Geschäftsführer.
Diese Mittel sollen aus eigenen wirtschaftlichen Aktivitäten – wie der Gastronomie und Hotellerie, dem Museum mit Museumsshop und dem Anteil aus den Einnahmen der highline 179 – und den Förderungen durch die Öffentlichkeit – geschaffen werden.

Keine Gefahr.

Armin Walch betont, dass durch diesen aktuellen Schaden keinerlei Gefahr für Besucher der Burgenwelt Ehrenberg besteht. Die Besucherlenkung ist so ausgerichtet, dass niemand in die Nähe des beschriebenen Mauerausbruchs kommt.

Dankbar.

Beobachtungen wie diese sind sehr wertvoll für uns. Wir machen wohl wöchentliche Begehungen des gesamten Geländes, sind immer vor Ort und bemüht, im Bedarfsfall zeitnah zu reagieren. Aber wir können nicht immer überall sein und sind daher dankbar, wenn wir von Gästen, Einheimischen, Besuchern und Beobachtern diese Informationen erhalten. Jeder, dem etwas auffällt, kann dies gerne an uns weiterleiten oder uns in Kenntnis setzen, denn, wie gesagt, oberstes Gebot unseres Vereins ist es, die Anlagen der Burgenwelt Ehrenberg zu erhalten und zu pflegen. Die Einzigartigkeit des Burgenensembles und die immer größer werdende touristische Bedeutung erfordern umfassende Maßnahmen“, betont Armin Walch.