Fühlen geht über Verstehen

Harmonisch im Einklang – besonders gut gelaunt zeigte sich Schlagzeuger Gabriel Fröhlich (r.). Der Nachname scheint Programm zu sein. RS-Foto: Matt

Gut besuchtes „folkshilfe“-Konzert bei feinster Wohnzimmer-Atmosphäre im „Barger’s Keller“ in Tarrenz

Es muss nicht immer ein Stadion sein – mit dem Konzert der „folkshilfe“ im „Barger’s Keller“ in Tarrenz durfte eine beschauliche Schar an Besuchern das aufstrebende Musiker-Trio aus Oberösterreich im intimen Rahmen begrüßen.

Von Manuel Matt

Weniger als eine Armeslänge trennte das Publikum von der Bühne, die trotz kompakter Maße der Spielfreude der oberösterreichischen Musiker ausreichend Platz bot. „Es dürfte wohl eine der wenigen Gelegenheiten sein, die ,folkshilfe‘ in solch’ intimem Rahmen zu sehen“, hob auch Guido Walch vom Art Club Imst die Wohnzimmer-Atmosphäre vor Beginn des Konzerts hervor.

Klein, aber fein.

Das kulturelle Kleinod schien der „folkshilfe“ auf ihrer „Tour der Regionen“ durchaus fabelhaft ins Konzept zu passen. Mit Gitarre, Schlagzeug, Quetsche, sprühender Energie und einer sympathischen Portion ländlichen Charmes wusste die „folkshilfe“ mühelos den Abend zu füllen. Das Publikum honorierte das Engagement als bunter, lautstarker Chor.

Emotion.

Dass manche Anwesenden vielleicht nicht jedes einzelne Wort in den im oberösterreichischen Dialekt verfassten Texten völlig zu verstehen wussten, tat der ausgelassenen Stimmung keinen Abbruch. Immerhin sei Fühlen ohnehin viel wichtiger als Verstehen, unterstrich auch die Band mit einem Schmunzeln. Nach Ausklang der letzten Zugaben nahmen sich die drei Oberösterreicher sichtlich gerne Zeit für persönliche Gespräche und Erinnerungsfotos mit den Zuhörern – ziemlich folksnah eben.