Fusion zweier starker Partner

Andreas Wolf

RB Telfs und RB Mieminger Plateau gaben angestrebten Schulterschluss bekannt

Vergangenen Donnerstag wurde im Alpenresort Schwarz bekannt gegeben, dass im Zuge der bevorstehenden Generalversammlungen der Raiffeisen-Regionalbank Telfs (26. April) und der Raiffeisenbank Mieminger Plateau (27. April) die Funktionäre und Mitglieder über eine Fusion der autonomen Institute abstimmen werden. Der neue Name soll Raiffeisenbank Telfs-Mieming lauten – ansonsten werde sich, sowohl für die Mitarbeiter, als auch die Kunden, kaum etwas ändern, versichern die Verantwortlichen beider Geldinstitute.

Die Zusammenlegung beider Banken erfolgt laut Franz Dengg, dem Obmann der Raiffeisenbank Mieminger Plateau, nicht aufgrund der aktuellen Wirtschaftszahlen eines Instituts, sondern soll dazu führen, dass „zwei Starke gestärkt in die Zukunft blicken können.“ Sowohl die RB Telfs, als auch die RB Mieminger Plateau stünden wirtschaftlich auf gesunden Beinen. Das spiegelt sich vor allem in der Eigenmittelquote von 18,02% und dem harten Kernkapital von 15,43Prozent der Institute wider. Durch eine Fusion sollen zahlreiche Synergiepotenziale innerhalb der Banken gehoben und somit den Mitarbeitern, Mitgliedern und Kunden langfristig Sicherheit, Stabilität und eine Perspektive geboten werden. Außerdem könne man durch eine Bündelung der Kräfte das Marktpotenzial beider Regionen besser nutzen und verwaltungstechnisch von Einsparungen profitieren. In Folge des Zusammenschlusses erreiche man die entsprechende Größe, um dauerhaft erfolgreich und konkurrenzfähig zu bleiben. Außerdem werde durch die Fusionierung
die heimische Bevölkerung und Wirschaft gleichermaßen gefördert.

Womöglich müssten zwar einzelne MitarbeiterInnen die Filiale wechseln, aber trotzdem soll es keinesfalls zu einem Stellenabbau kommen. Somit sind also alle Arbeitsplätze – 13 Anstellungen der RB Mieminger Plateau und 50 der RB Telfs – gesichert. Außerdem sollen auch kleine Filialen, wie etwa der Standort Obsteig, weiterhin erhalten bleiben. Mit insgesamt zehn Standorten stehe den Kunden weiterhin ein regionaler Nahversorger in Geldangelegenheiten zur Verfügung.

Der künftige Aufsichtsrat soll aus drei Mieminger Interessenvertretern und sechs Telfern bestehen. Günter Steffan wird auch weiterhin die Funktion des Geschäftsleiters in Mieming bekleiden und gemeinsam mit Andreas Wolf und Wolfgang Dirnberger aus Telfs einen Dreiervorstand bilden. Der Schulterschluss kommt nicht aus heiterem Himmel, denn schon die letzten eineinhalb Jahre arbeiteten die beiden Bankinstitute eng zusammen. Denn nach dem gesundheitsbedingten Ausscheiden eines Geschäftsführers der RB Mieminger Plateau, hatte der Telfer Vorstand Andreas Wolf kurzfristig diese Aufgabe zusätzlich übernommen. Die technische sowie juristische Zusammenlegung soll heuer bis spätestens 30. September erfolgen, sodass sie rückwirkend ab 1. Jänner 2016 geltend gemacht werden kann. Letztlich sollten also alle Beteiligten von der Fusionierung profitieren. Im Zuge der technischen Zusammenlegung erhalten die KundInnen der RB Mieminger Plateau eine neue Bankleitzahl und somit auch einen neuen IBAN. Ansonsten dürfte sich speziell für die Kunden der Geldinstitute nichts ändern.