Galic: „Das war derart knüppelhart!“

Reutte II (blaue Dressen) haderte in Nassereith mit Schiri-Entscheidungen. RS-Foto: Unterpirker

Lechtal übersteht Stahlprobe in Sautens. Reutte II unterliegt Nassereith.

Von Albert Unterpirker

SK Tiroler Holzhaus Sautens : SPG Lechtal – 1:5 (1:3). Tore für Lechtal: Simon Schlichtherle (19., 26., 34., 83.), Dominik Weissenbach (91.). Nächstes Spiel: SGP Lechtal – SV Ried, Samstag, 29.September, 16.30 Uhr. „Ole ole ole“, tönt es durch den Telefonhörer. Es nimmt kein Ende mit den guten Nachrichten bei Lechtal. „Nein, wir ziehen das jetzt bis zum Ende durch“, lacht Bernhard Galic nach dem sechsten Meisterschaftserfolg. Wie war die Partie? „Oh, hart, typisch Sautens! Fußballerisch war das kein Leckerbissen, es war derart hart von Sautens geführt. Wir haben im letzten Jahr schon Probleme dort gehabt, dem Verband auch einen Brief geschrieben – irgendwie hat sich da eine Feindschaft entwickelt. Das war knüppelhart, und tut dem Fußball nicht gut, wenn man ständig attackiert wird. Wir spielen nicht gerne in Sautens und ich bin froh, dass wir das Auswärtsspiel hinter uns haben. Hoffentlich spielen wir nächstes Jahr eine Liga höher, müssen dann nicht mehr hin!“ Zum Spiel: „Wir haben gesehen, dass wir spielerisch nicht viel zu melden haben und dann auf weite Pässe umgestellt – das war das Rezept!“ Zudem hatten die Außerferner einen tollen Simon Schlichtherle in Hochform. Jener fixierte einen Quattro-Pack und hält nun bei zehn Liga-Treffern. „Er hat sich selbst unter Druck gesetzt, ihm geht jetzt aber wieder der Knopf auf“, so Galic, „ich bin froh, einen solchen Stürmer zu haben!“ Säumen jetzt schon Girlanden die Straßen in Elbigenalp? „Nein, das wollen wir nicht. Aber wir haben einen Plan. So wie es jetzt läuft, ist es ein Wahnsinn! Du kannst zur Zeit nichts falsch machen, die Euphorie trägt dich von Sieg zu Sieg.“ Ried? „Eine lösbare Aufgabe“, weiß der Lechtal-Coach, der sich aber schon auf Oetz freut. Aber vor allem auf die absolute Spitzenpartie gegen Wacker. „Wir fiebern diesem Spiel entgegen, das wird ein Showdown! Wir wollen dann unbedingt ohne Niederlage nach Innsbruck fahren. Wir werden konzentriert weiterarbeiten und freuen uns, dass wir nun in Elbigenalp unser erstes Heimspiel haben. Ein großer Platz, der kommt uns zugute!“

FC Nassereith : SV Reutte II – 3:0 (2:0). Nächstes Spiel: SV Reutte II – SK Tiroler Holzhaus Sautens, Samstag, 29. September, 15 Uhr. „Den Beginn haben wir verschlafen, waren in der ersten Halbzeit nicht anwesend“, blickt Daniel Lassnig auf die Niederlage in Nassereith zurück. „Wir waren nicht aggressiv genug und zu wenig nahe an den Leuten. Sie konnten ihre Pässe in die Tiefe spielen“ – und daraus resultierte u.a. auch der Führungstreffer der Gurgltaler. Überhaupt: „Die ersten beiden Tore dürfen nicht passieren, das waren kleine individuelle Fehler. Wir haben uns generell nicht so präsentiert, wie wir es uns vorgenommen haben.“ Sind ein paar graue Haare mehr gewachsen? „Ganz genau, ich bin da als Trainer teilweise machtlos.“ Der Reutte-Übungsleiter fühlte sich indessen vom Schiri „ein wenig benachteiligt, das war eher Heimvorteil für Nassereith – offensichtlich! Soll aber keine Ausrede sein, nur muss ich meine Mannschaft auch schützen.“ Für die zweite Spielhälfte habe er umgestellt und mit zwei Stürmern spielen lassen. „Dann ist es etwas besser gegangen“ – aber mehr als zwei Freistöße schauten nicht heraus. Dem dritten Gegentreffer „ist ein Foul vorangegangen, das der Schiri eigentlich ganz klar für uns hätte geben müssen – und dann haben wir wieder geschlafen!“ Fazit? Ohne Spesen nichts gewesen? „Genau! Aber wir dürfen jetzt den Kopf nicht hängen lassen. Es heißt: arbeiten, arbeiten und nochmals arbeiten!“ Lob hatte Lassnig für den Keeper parat, Finn Leitner: „Ein junger Torhüter, 15 Jahre alt. Finn brachte eine Top-Leistung, es war sein erstes Spiel in der Kampfmannschaft. Bei den Toren war er machtlos.“ Sautens kommt. „Eine Kämpfertruppe. Daheim werden wir aber alles daran setzen, dass die drei Punkte in Reutte bleiben“, gibt der Trainer das Ziel vor.

 

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