Gut aufgelegte Gruppe bietet außergewöhnlichen Jazz

Harald Rüschenbaum in seinem Element – dem Schlagzeug. RS-Fotos: Claus

Außerferner Kulturinitiativen „Huanza“ mit großartigem Kunstangebot

 „Charivari – Durcheinander“! Leider blieben viele Plätze in der „Kellerei“ beim Auftritt von Harald Rüschenbaum und seinem innovativen Ensemble im Rahmen der 29. Kulturzeit der Außerferner Kulturinitiative „Huanza“ unbesetzt. Dies tat der Spielfreude der sieben Musiker, die unter dem Titel „Klangland… einfach Musik“ auftraten, keinerlei Abbruch. Originalton Rüschenbaum: „Wir machen Menschenmusik – wir machen Musik für Menschen.“

Von Uwe Claus

Viele überraschende Momente, musikalische Improvisationen aus dem Moment heraus geboren in einmaliger Mischung – ganz einfach Jazz zum Genießen, kredenzte das aus sieben Einzelkönnern bestehende Ensemble. „Wir sind eine demokratische Band, die sich ihr musikalisches Gesamtbild je nach Lust und Laune erst auf der Bühne ohne jegliches festes Arrangement gibt“, sagte Rüschenbaum im Rahmen seiner Moderation. Dies machte den Reiz des Abends aus, da im Vorhinein niemand wusste, wie sich die Stücke gestalten. Ein bisschen „Durcheinander“, manchmal ein bisschen laut – aber alles irgendwie stimmig, sodass selbst derjenige, der nicht jazzerfahren war, Gefallen am abendlichen Auftritt hatte. Bereits im Vorfeld waren die sieben Einzelkönner, die mal in kleiner und mal in großer Besetzung ihre Musik zum Besten gaben, als faszinierende Gruppe, die mit kreativer Musik ihre Energie bündelt, angekündigt worden. Den Ruf, der ihnen vorausgeeilt war, erfüllten Martin Fredebeul (Alt Sax), Ferdinand Sielberg (Posaune), Vincent Eberle (Trompete), Philipp Weiß (Synthesizer), Nils Kugelmann (Bass ), Maruan Sakas (Piano) und nicht zuletzt der großartige Harald Rüschenbaum (Drums) in einer Art und Weise, in der Jazz nicht jeden Tag geboten wird. Was sie „zelebrierten“, war erste Sahne des Jazz und diejenigen, die diesen Auftritt aus welchen Gründen auch immer versäumten, hatten etwas versäumt, das sich in dieser hochkarätigen Klasse so schnell nicht wiederholen wird.

Übrigens gibt es am kommenden Freitag, dem 28. September, um 20 Uhr, den nächsten „Kulturzeit“-Termin: im Widum Wängle treten Anita Köchl und Edi Jäger unter dem Titel „Tränen lachen“ als „Valentin & Karlstadt“ auf. Feinsinniger Humor in atemberaubenden Kostümen erwartet die Zuhörer.

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