Gutes Gespräch

Insgesamt matchen sich fünf Projekte um die energiewirtschaftliche Nutzung der Wasserkraft der Trisanna. RS-Foto: Tiefenbacher

Konsenslösung bei Kraftwerk an der Trisanna in Sicht

 

Kraftwerk an der Trisanna: Bei einer kurzen Besprechung war das weitere Vorgehen das Hauptthema.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Als ein „gutes Gespräch“ bezeichnete der Geschäftsführer der Paznaun GmbH Anton Mattle das Gespräch, das er mit den Konkurrenten für das Kraftwerk an der Trisanna (Unternehmensgruppe Gebrüder Haider und Donau Chemie) kürzlich führte. „Es haben sich beide Seiten bewegt. Letztlich haben wir den Beschluss gefasst, ein gemeinsames Projekt auszuarbeiten“, erklärte Mattle gegenüber der RUNDSCHAU. Man habe sich auch auf einen weiteren Terminplan einigen können, meinte Mattle. Jeder der Gesprächspartner holt sich bis Ende Oktober 2017 die Zustimmung des zuständigen Entscheidungsgremiums für die weitere Vorgangsweise. „Dann treffen wird uns wieder und werden weiter verhandeln“, so Geschäftsführer Mattle.

 

PROJEKTE. 2011 wurde von der Gebrüder Haider GmbH aus Ober-österreich das erste Projekt bei der Behörde eingereicht. 2012 folgte ein zweites Projekt, jenes der Paznaun GmbH, zu der die vier Talgemeinden (See, Kappl, Ischgl, Galtür) und das Landecker Unternehmen Gebrüder Kofler gehören. Und wenn mehrere Kraftwerksprojekte an einem Fluss realisiert werden wollen, entscheidet ein sogenanntes Widerstreit-verfahren, welches von den eingereichten Projekten zum Zug kommt. Ein solches wurde dann auch von Amts wegen eingeleitet. Die Sache hat einen verborgenen Makel: Es können bis zur mündlichen Verhandlung neue bzw. überarbeitete Projekte eingereicht werden. Ist das der Fall, ist das Widerstreitverfahren wieder offen. Die Sachverständigen müssen das neu eingereichte Projekt im Hinblick auf die Kriterien des Widerstreitverfahrens prüfen und bewerten. So kann jemand, wenn er will, das Verfahren bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag hinausziehen.

 

LÖSUNG IM KONSENSWEG. Für Nicht-Insider wurde die Sache unüberschaubar. Insgesamt matchen sich fünf Projekte um die energiewirtschaftliche Nutzung der Wasserkraft der Trisanna. Die „Gebrüder Haider“ reichten unter verschiedenen Firmennamen zwei weitere Projekte nach. 2016 brachten sie sogar ein viertes Projekt an den Start. Diesmal war die Donau Chemie als Partner mit im Boot. In dieser Situation ergriff der Geschäftsführer der Paznaun GmbH, Anton Mattle, die Initiative, um eine Lösung im Konsensweg zu finden.

GF Anton Mattle: „Es war ein gutes Gespräch.“ RS-Foto: Tiefenbacher

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