„Haben gut mitmischen können“

Imst (rot) gegen Landeck im Damen-Fußball – durchaus eine ziemlich emotionale Angelegenheit. RS-Foto: Unterpirker

SC Imst-Damen blicken auf spannende Meisterschaft zurück

Die erste Meisterschaft hinter sich gebracht hat das Damen-Team des SC Sparkasse Imst. Am Ende der Saison bilanzierte Frau mit dem sechsten Platz – dabei hätte es in der Abschlusstabelle der Landesliga West generell betrachtet gut und gerne noch weiter nach vorne gehen können. Die RUNDSCHAU war beim Oberländer Derby zwischen Imst und Landeck vor Ort und befand: Es lohnt sich, den Mädels zuzusehen!

Von Albert Unterpirker

Da musste auch Bernhard Mittermair anerkennend nicken, was die Mädels am Sportplatz Imst Oberstadt auf den Rasen zauberten. Der Kapitän des SC Imst hatte an diesem Sonntag einen Fußball- und Football-Tag eingelegt, war zuerst mit seinem eigenen Nachwuchs in Ischgl, dann bei den Raiders in der Velly-Arena, um später noch ein Match des SC Imst U14 gegen Haiming sowie die Damen-Partie Imst gegen Landeck anzusehen. „Die Mädels zeigen eine gute Technik“, war Mittermair vom Gebotenen angetan. Wahrlich! Das, was Spielführerin Madeleine Bartl und Co. präsentierten, war erster Güte. Keine Frage, die Handschrift vom Trainer-Duo Dominik Thurner und Reinhold Fischer ist klar ersichtlich. Welches Resümee zieht man nach der Meisterschaft? „Wir sind gut gestartet“, blickt Thurner auf einen starke Anfangsphase in der Landesliga West zurück, „dann aber ereilte die Mannschaft viel Verletzungspech und auch Erkrankungen. Aufgrund dessen kamen wir ein bisschen außer Tritt und sind dann etwas nach hinten gereiht worden.“ Dennoch: „Ich hab’ nicht damit gerechnet, dass wir zu Beginn so gut mitmischen können!“ Thurner bevorzugt indessen ein offensives System – und das Team setzt die Vorgaben gut um.

Positiv
Madeleine Bartl: „Die Stimmung ist voll gut!“ RS-Foto: Unterpirker

Das Klima unter den Spielerinnen ist zudem „sehr positiv“, so der Cheftrainer, „den Mädels macht es großen Spaß, für den SC Imst zu spielen!“ Ziele für die nächste Saison? „Voller Angriff natürlich! Wir wollen unter die ersten Drei in der Tabelle kommen!“ Welchen Wunsch hat er persönlich? „Dass es mit dem Damen-Fußball in Tirol weiter bergauf geht und noch mehr Mädels zum Spielen bewegt werden!“ 18 Damen sind derzeit beim SC Imst engagiert. Eine davon ist Madeleine Bartl, die Kapitänin: „Im Herbst ist es gut gelaufen. Besser werden muss noch unser Stellungsspiel. Die Stimmung ist voll gut, wir unternehmen auch in der Freizeit viel gemeinsam – und wir stehen in der Mannschaft zusammen, auch wenn es mal nicht so gut läuft!“ Wer ebenfalls ein Teil dieses tollen Zusammenhalts sein möchte: Der SC Imst bietet allen fussballbegeisterten Mädchen und Damen eine Plattform ,„um eine der schönsten Sportarten, die es gibt, ausüben zu können“, sagt Reinhold Fischer und fügt an: „Fussball ist für alle da, auch für die Mädchen und Damen im Bezirk!“ PS: Der Verein sucht für seine Damen-Mannschaft immer nach Verstärkung, ab dem 14. Lebensjahr. Und Mädchen ab dem Jahrgang 2009 für eine reine Mädchen-Mannschaft. PPS: Das Derby war letztendlich eine eindeutige Sache für Landeck: Mit 0:7 endete das Kräftemessen.

Thurner gegen Thurner, oder: Imst (Trainer Dominik, r.) gegen Landeck (Trainer Andreas). RS-Foto: Unterpirker
Franziska Strobl (rot, Imst) entschärft hier einen Landecker Angriff. RS-Foto: Unterpirker

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Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.