Halt der Gewalt!

Astrid Kraxner, Alexandra Zolitsch, Paulina Gstrein, Karin Seidner, Selma Yildirim und Simone Huber (v.l.) leisteten wichtige Aufklärungsarbeit im Rahmen der Aktion „16 Tage gegen Gewalt“. RS-Foto: Stecher

SPÖ Frauen-Aktion „16 Tage gegen Gewalt“

Man kann nicht oft genug darauf aufmerksam machen: Jede fünfte Frau in Österreich ist Opfer häuslicher Gewalt. Wie in solchen Fällen geholfen werden kann, darüber informierten die Imster SPÖ Frauen im Rahmen der bundesweiten SPÖ-Aktion „16 Tage gegen Gewalt“.

Am 25. November wird der Internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen begangen und am 10. Dezember der Tag der Menschenrechte. Die Tage dazwischen nutzten die SPÖ Frauen österreichweit, um im Rahmen der Aktion „16 Tage gegen Gewalt“ für das Thema zu sensibilisieren. Die Imster SPÖ Frauen rund um Vorsitzende Paulina Gstrein kamen im Imster FMZ zusammen, um mit Trillerpfeifen und wichtigen Kontaktdaten auf das Thema aufmerksam zu machen. Unterstützung bekamen sie von der Vorsitzenden der SPÖ Frauen Tirol, Selma Yildirim.

Beim Verteilen der roten Trillerpfeifen und der Visitenkarten der rund um die Uhr erreichbaren und kostenlosen Frauenhelpline ging es dem engagierten Team darum, bestehende Gewaltschutzeinrichtungen bekannter zu machen. Betroffene Frauen sollen wissen, dass es mehrere Einrichtungen gibt, an die sie sich wenden können und wo ihnen geholfen wird. SPÖ Imst-Vorsitzende Paulina Gstrein machte darauf aufmerksam, dass es gerade an den Weihnachtsfeiertagen vermehrt zu Eskalationen kommt. „Jede fünfte Frau ist von häuslicher Gewalt betroffen. Die eigenen vier Wände sind für Frauen damit der gefährlichste Ort“, informierte Gstrein, gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Alexandra Zolitsch.

„In Tirol gibt es nur an die 40 Frauenschutzplätze“, wusste Selma Yildirim zu berichten, „empfohlen wird ein Schutzplatz pro 10000 Einwohner, das wären für Tirol also mindestens 70 solcher Plätze“. Die stellvertretende Vorsitzende der SPÖ Frauen des Bezirks Imst, Alexandra Zolitsch, hob hervor, dass nicht nur körperliche Gewalt ein Theam ist, das mehr Berücksichtigung erfahren müsse, sondern auch psychische Gewalt, Mobbing und vor allem Cybermobbing. Nicht immer gilt: „Reden ist Silber, Schweigen ist Gold“. Ganz im Gegenteil!

Die kostenlose, anonyme, vertrauliche und rund um die Uhr besetzte Frauenhelpline ist unter 0800222555 zu erreichen (muttersprachliche Beratung in Arabisch, Englisch, Russisch, Türkisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Farsi und Dari). Auf www.gewaltschutzzentrum-tirol.at finden sich wichtige Informationen.

Im Bezirk Imst kam es im Jahr 2015 zu 19 Betretungsverboten. Tirolweit waren es 460, in Österreich beläuft sich die Zahl auf 8261, was 9,6 Betretungsverboten pro 10000 EinwohnerInnen entspricht.