Happy Birthday for „Absolute Beginners“

Rennleiter Rainer Gstrein: „Das grüne Licht von der FIS ist der wichtigste Schritt, um die Endvorbereitungen für das Rennen zu machen. Es ist wirklich noch viel Arbeit – aber ich bin sehr optimistisch. Und der Wetterbericht schaut in die richtige Richtung.“ Im Bild: Pistenchef Isi Grüner, Organisationskomitee-Vize Andre Arnold und Rennleiter Rainer Gstrein (v.l.). RS-Foto: Archiv Bundschuh

Grünes Licht für 25. Weltcupauftakt am Rettenbachferner

Am 18. Oktober erfolgte die FIS-Freigabe der Rennstrecke für den Auftakt der Rennsaison am kommenden Wochenende – der Erfolg der „absolute Beginners“ des Weltcups der alpinen Schneesportdisziplin.

Von Friederike Bundschuh

Die Pistenpräparierung für Weltcup-Rennen ist immer eine anspruchsvolle Aufgabe, besonders aber für den jahreszeitlich frühen Weltcup-Auftakt Ende Oktober in Sölden. Deshalb, weil die Schneesituation im Voraus zum Ende der Skisaison im April und auch späterhin nicht abgeschätzt werden kann. Funktionierende Schneeauflage, Umwandlung des luftigen Gletscherschnees in eine kompakte Rennpiste, Sicherheitsfragen (wie etwa der Aufbau von Fangnetzen) – das sind die zentralen Themen im Verantwortungsbereich von Pistenchef Isidor Grüner. Eben nicht „Beginners“ betreffend des Aufgabenspektrums, sondern „Mastermind“-Crew noch vor dem Rennwochenende. Isidor Grüner trägt die Verantwortung für etwa 220 Mitarbeiter, die einen problemlosen Ablauf des Rennens garantieren werden.

Schnee und Klimaerwärmung.

Gerade im Sommer 2018 war die Vorbereitung des Weltcupauftakts großes Thema, war es doch einfach „in der Höhe“ viel zu warm. Klimaerwärmung – Gletscherschwund? Für Isi Grüner alles kein Thema. Die RUNDSCHAU im Interview mit dem Pistenprofi: „Von Mitte April bis jetzt war kein Niederschlag und das war sehr schlecht für den Gletscher. Es schneit ja auch oft über den Sommer am Gletscher, heuer waren aber Föhn, Regen und viel zu warme Temperaturen. Wir haben zum Glück schon Ende der vergangenen Saison so große Schneedepots eingerichtet wie noch nie – dank des üppigen Schneefalls Ende Januar –und sehr große Mengen abgedeckt. Aus denen haben wir diesmal aus dem Vollen schöpfen können. Am 18. Oktober haben wir die Freigabe der FIS bekommen, natürlich sind noch viele Vorbereitungsarbeiten zu machen, auch die Verkabelung, die Sicherheitszäune und anderes. Es müssen doch insgesamt 5 Kilometer Absperrzaun/Zuschauerzaun, weiters 7,5 Kilometer Sicherheits-B-Netze und rund 250 „Air-Fences“, also aufblasbare Sicherheitspolster, aufgestellt werden.“ FIS-Renndirektor Markus Mayr lobte die Verantwortlichen des Weltcup-Auftakts im Ötztal: „Für die schwierigen Voraussetzungen heuer herrschen wirklich gute Bedingungen.“ Auf Nachfrage der RUNDSCHAU nach dem Moment des Sieges für Isi – den „General der Pistenarmee“: „Gelaufen ist das Rennen auch für den Pistenchef, wenn am Sonntag der letzte Läufer die Ziellinie passiert hat und keinen Moment früher.“

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