„Hauptaugenmerk: Maßnahmen umsetzen“

Bgm. Anton Mattle: Maßnahmen schnellstmöglich setzen, aber auch Plausibilitätsprüfung. RS-Foto: Archiv

Gefahrenzonenplan Trisanna und Jambach wird hinterfragt

 

Laut Gefahrenzonenplan Trisanna und Jambach liegen Teile von Galtür in der roten Zone. Der Gemeinderat hinterfragt dieses Gutachten, Maßnahmen werden aber jedenfalls gesetzt.

 

Von Daniel Haueis

 

Sechs Häuser sind massiv betroffen“, weiß Bgm. Anton Mattle – er spricht von einer roten Hochwasserzone mitten in Galtür. Folge ist etwa, dass nichts gebaut werden darf, was zusätzliche Menschen in Gefahr bringt u.ä. Es machen sich im hintersten Paznaun aber Zweifel breit: Diese sechs Gebäude waren vom Hochwasser im Jahr 2005 allesamt nicht betroffen. Nachdem diese Einwendungen im Gefahrenzonenplan aber nicht berücksichtigt wurden, will die Gemeinde nun die Datengrundlagen auf Plausibilität prüfen. Die Vorarlberger Illwerke (sie haben Wasserüberleitungen im Jamtal und im Vermunttal) schauen sich die Daten an. Falls sie zu einem ähnlichen Ergebnis kommen, wie es die Erfahrungen der Galtürer nahe legen, wird die Gemeinde ein Gegengutachten beauftragen – das wird dann dem Gefahrenzonenplan gegenübergestellt und soll zu einer Änderung desselben führen. „Die Erstellung eines Gegengutachtens nimmt allerdings sehr viel Zeit in Anspruch und verursacht hohe Kos-ten“, sagt Mattle. Deshalb zuerst die „Plausibilitätsprüfung“.

 

MASSNAHMEN BEREITS IN AUSARBEITUNG. Mattles Hauptaugenmerk liegt aber ohnehin auf möglichen Maßnahmen: „Vorrangiges Ziel der Gemeinde ist daher entsprechende Schutzprojekte auszuarbeiten und schnellstmöglich umzusetzen.“ Vorbereitungsprojekte für ein Geschiebebecken für den Jambach sowie Retentionsflächen im Vermunt für die Trisanna sind in Ausarbeitung – sie sollten bis Herbst abgeschlossen sein. Beim Land sowie der Republik wurde bezüglich Mitfinanzierung der Schutzprojekte angefragt, Unterstützung wird es geben.