Heiße Schwertkämpfe in der Knappenwelt

Sie haben den Kampf verloren und müssen mitansehen, wie sich die Sieger an ihrer Niederlage ergötzen. RS-Foto: Krismer

Tarrenzer Bergwerksdorf feierte wieder sein Rupertfest

Diesmal gab es in der Knappenwelt etwas ganz Spezielles. Neben den schon gewohnten Darbietungen wie Bogenturnier, historisches Handwerk und Mittelaltermusik war das erste Vollkontaktturnier in Nordtirol Anziehungspunkt vieler Schaulustiger.

Von Ewald Krismer

Schon von Weitem war das Klirren der Schwerter und die Schmerzensschreie der kämpfenden Ritter zu hören. Je näher man herankam, um so besser konnte man sehen, wie roh es in der Kampfarena zuging. Beinhart schlugen die Kontrahenten aufeinander ein. Es war wahrlich Vollkontakt und die Rüstungen mussten schwersten Hieben standhalten. Fehlte gerade noch, dass ein abgeschlagener Schädel durch die Arena rollte – aber nein, die Waffen waren zwar schwerstes Metall, aber stumpf geschliffen. Um die Kampfstätte herum reichlich Zuschauer, die die Kämpfer anfeuerten. So dürfte es auch zu Ritterszeiten gewesen sein. Etwas gemächlicher ging es beim Bogenturnier zu. Schossen die Ritter früher auf lebendes Wild, so stand in der Knappenwelt welches aus Kunststoff zum Abschuss bereit. Historisches Handwerk und einige Warenhändler ergänzten das mittelalterliche Treiben, bei dem eine Menge stolze Ritter, Knappen, Knechte und tugendhafte Maiden mit schönen farbenfrohen Gewändern umherstolzierten. Es herrschte überall reges Treiben. Die Musik, die auch bei einem Ritterfest nicht fehlen darf, präsentierte die Musikgruppe „Schellmerÿ“ aus der Schweiz mit mittelalterlicher Musik. Auch was das Kulinarische betraf, kam keiner zu kurz. Dafür sorgte auf das Vorzüglichste die Knappenküche und die Marketenderei.

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