„Helferkarte“ kommt

Bgm. Wolfgang Jörg, Thomas Niederkrotenthaler und Christian Haring (v. l.). RS-Foto: Haueis

Stadt Landeck bringt Notrufnummer-Kärtchen heraus

Demnächst gibt’s die „Helfer-Karte“ der Stadt Landeck, auf der Telefonnummern und Mailadressen verzeichnet sind, die z. B. Jugendliche notfalls griffbereit haben sollten.

Nach den Suiziden zweier Landecker Jugendlicher zu Jahresbeginn hat die Stadt ein Projekt gestartet, das auf verschiedenen Ebenen ansetzt und Hilfestellung bieten soll, um derartiges künftig möglichst zu verhindern. Es fanden Treffen mit den Angehörigen der Verstorbenen statt, und es wurde eine Selbsthilfegruppe initiiert, die weiterhin aktiv ist: „Sie trifft sich inzwischen regelmäßig“, weiß Prim. Dr. Christian Haring, der von Bgm. Wolfgang Jörg hinzugezogen wurde. Im Stadtsaal wurde ein Vortrag angeboten, der auch von Interessierten aus dem gesamten Bezirk besucht wurde. Vergangene Woche waren mit Christian Haring und dem Sozialmediziner Thomas Niederkrotenthaler zwei Fachleute in Landeck, um PädagogInnen Rede und Antwort zu stehen. Haring hat zudem erreicht, dass in Tirol ein 24-Stunden-Krisendienst aufgebaut wird. Ein rein Landecker Projekt ist die „Helferkarte“, die gerade gedruckt wird. Sie findet in jeder Geldtasche Platz und beinhaltet u. a. Telefonnummern und Mailadressen von sucht.hilfe BIN, der Kinder- und Jugendhilfe der BH, des Vereins Suchtberatung, Caritas Familienhilfe, Männerberatung, Telefonseelsorge oder auch Rat für Kinder und Jugendliche (Rat auf Draht). Diese „Helfer-Karte“ wird in Schulen, Lokalen etc. aufgelegt.