Hilfe kommt verlässlich an

Die erstmals im Jahre 2005 vom ehemaligen Landtagsabgeordneten Heinrich Juen initiierte Sammelaktion wurde zur jährlichen Dauereinrichtung. RS-Foto: Tiefenbacher

Termine für alljährliche Aktion „Osteuropahilfe“ stehen fest

 

Im September wird die alljährliche Aktion „Osteuropahilfe“ durchgeführt. Hilfsgüter können in der Pontlatzkaserne in Landeck (20., 21. und 24. September) und im Recyclinghof Fließ (6. September) abgegeben werden.

 

Von Herbert Tiefenbacher

 

Die Not und Bedürftigkeit von Menschen in Osteuropa sowie die Hilfsbereitschaft Freiwilliger und die Spendenbereitschaft der Bevölkerung ließen die vom ehemaligen Landtagsabgeordneten Heinrich Juen erstmals im Jahre 2005 initiierte Sammelaktion zur jährlichen Dauereinrichtung werden. Seither sind von Landeck aus unzählige Lkws, voll beladen mit Hilfsgütern, in die ärmsten Regionen Europas gefahren. Die Aktion zeichnet sich dadurch aus, dass durch die Kontakte vor Ort die Hilfe zuverlässig dort ankommt, wo sie am nötigsten ist. Zudem werden auch Kontrollen durchgeführt. Aus gesundheitlichen Gründen legte Juen 2012 die Koordinationsverantwortung in die Hände von Schützenmajor Fritz Gastl.

 

45 TONNEN HILFSGÜTER. Im Vorjahr kamen rund 45 Tonnen Hilfsgüter zusammen – Spenden aus der Region Landeck und weit darüber hinaus. Diese stammen entweder aus externen Sammlungen (Schützenkompanie Fließ und Fiss sowie Sozialsprengel Prutz) oder sie wurden direkt in die Pontlatzkaserne Landeck gebracht, wo diese von insgesamt 58 freiwilligen Helfern in Lkws verladen wurden. Koordinator Gastl weiß noch, dass darunter 41 Pflegebetten aus allen drei Bezirken des Oberlandes und auch aus Hall waren. Drei Lastwagen gingen Richtung Moldawien (das ärmste Land in Europa) und in den Kosovo. Die Transportkosten wurden vom Land Tirol übernommen. Von weiteren zwei Lkws lag das Ziel in Rumänien (Satu Mare). Die Transportkosten dafür wurden mit Spendengeldern unterstützt.

 

TERMINE SIND FIXIERT. Wie Fritz Gastl in einer Pressekonferenz ankündigte, wird auch heuer die Aktion „Osteuropahilfe“ durchgeführt. Die Termine sind fixiert. Gastl und seine HelferInnen werden am 20. September von 13 bis 16 Uhr, am 21. September von 8.30 bis 12 Uhr sowie am 24. September von 8.30 bis 16 Uhr in der Pontlatzkaserne Landeck die Hilfsgüter entgegennehmen und die Lastwagen beladen, die sich dann auf den Weg machen. Talschaftskommandant Josef Gfall informierte, dass es in Fließ am 6. September von 14 bis 19 Uhr im Recyclinghof Fließ (Zoll) die Möglichkeit gibt, Hilfsgüter abzugeben. Gebeten wird um Bekleidung und Schuhe für Erwachsene und Kinder, Babybekleidung, Bettwäsche, Hygieneartikel, Gehhilfen (Rollatoren, Krücken u.ä.), Fahrräder aller Größen, Spielsachen für Kinder (keine Plüschtiere), Kinderwagen, Geschirr und Zubehör sowie Nähmaschinen. „Dass die Bekleidung neuwertig und sauber und die sonstigen Hilfsgüter ebenfalls in gutem Zustand sein sollen, ist eigentlich selbstverständlich“, betonte Koordinator Fritz Gastl.

 

GELDSPENDEN. Am Ende der Pressekonferenz dankte Gastl dem Bundesheer, dem Land Tirol, der Stadtgemeinde Landeck, dem Kieswerk, den Schützen und den zahlreichen Helfern und Spendern für ihre Unterstützung und bat wieder um Geldspenden. Dafür steht das Spendenkonto „Fritz Gastl UK Osteuropahilfe“ – IBAN: AT814239000500112819 weiterhin zur Verfügung.

 

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