Hochamt zur Auferstehung des Herrn

Das Hochamt am Ostersonntag in der Pfarrkirche Peter und Paul in Silz wurde heuer ganz besonders feierlich gestaltet. Foto: Christine Le Bec

Kreuzpointner und Mozart: Gelungene Uraufführung am Ostersonntag in der Silzer Pfarrkirche Peter und Paul

Für das Hochamt am Ostersonntag ließ sich der Silzer Kirchenchor etwas ganz Besonderes einfallen und lud zur feierlichen Uraufführung der „Missa Brevissima“ von Wolfgang Amadeus Mozart, nach Fragmenten und Skizzen eingerichtet von Mag. Johann Simon Kreuzpointner.

Von Christine Le Bec

Als Wolfgang Amadeus Mozart im Jänner 1779 von seiner Paris-Reise nach Salzburg zurückgekehrt war, hatte er als einziges kirchenmusikalisches Werk ein unvollendetes Kyrie nebst Skizzen zu Sanctus und Benedictus im Gepäck. 2015 machte sich Johann Simon Kreuzpointner daran, aus diesem Material eine fünfsätzige Messkomposition zusammenzustellen. Bei der Instrumentation und der Textunterlegung orientierte sich Kreuzpointner an den kirchenmusikalischen Werken Mozarts.

Die letzten Sekunden vor der Uraufführung. Foto: Christine Le Bec
Überzeugend

Damit gelang dem erfahrenen Kirchenmusiker und Komponisten eine stilsichere Arbeit und dem Silzer Kirchenchor mit Orchester die Gestaltung eines sehr feierlichen Hochamtes, das von Pfarrer Andreas Agreiter zelebriert wurde.

Stimmgewaltig: Die Mitglieder des Silzer Kirchenchors. Foto: Christine Le Bec
Musiktalent

Johann Simon Kreuzpointner wurde 1968 in Altötting/Bayern geboren. Sein musikalischer Werdegang begann 1981 mit erstem Klavier- und Orgelunterricht. 1987 nahm er am Förderprojekt „Schüler komponieren – Treffen junger Komponisten auf Schloss Weikersheim“ teil. Ein Jahr später war er erster Preisträger des Prof.-Barbarino-Preises. In den Jahren 1989 bis 1991 nahm er in Passau Orgelunterricht bei Domorganist Walter R. Schuster. 1991 bis 1999 studierte er an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien Komposition bei Prof. Mag. Claus Ganter und Prof. Kurt Schwertsik und schloss das Studium mit Auszeichnung ab. Seine Wege führten ihn auch nach St. Pölten und Krems, 2006 gewann er den Bischof-Slatkonia-Preis der Erzdiözese Wien für neue liturgische Musik.

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