Hoher Frauentag im Zeichen des Engagements

LH Günther Platter bedankte sich bei den Geehrten und Ausgezeichneten für ihr vorbildliches Engagement im Dienste des guten Miteinanders in unserer Gesellschaft. Foto: Land Tirol/Die Fotografen

LH Platter und LH Kompatscher verliehen wieder Verdienstkreuze sowie Verdienst- und Lebensrettungsmedaillen

Frauen und Männer aus Nord-, Ost- und Südtirol wurden am Hohen Frauentag für ihr Engagement zum Wohle der Allgemeinheit von den Landeshauptleuten LH Günther Platter und LH Arno Kompatscher im Riesensaal der Innsbrucker Hofburg vor den Vorhang geholt und mit Verdienstkreuzen, Verdienstmedaillen und Lebensrettungsmedaillen geehrt. Weiters wurde Hofbesitzern aus Nord-, Ost- und Südtirol das Recht verliehen, den Titel „Erbhof“ zu führen. Unter den Geehrten befinden sich auch einige engagierte Personen aus dem Erscheinungsgebiet der RUNDSCHAU Telfs. 

„Sich für das Gemeinwohl einsetzen, das Wir vor das Ich stellen, füreinander da sein – Ob in Kultur- und Sportvereinen, im Gesundheitswesen oder im Sozialbereich – in nahezu allen Lebensbereichen treffen wir tagtäglich auf Menschen, die ihre Zeit mit ihren Mitmenschen teilen, helfen, unterstützen, anpacken – sei es im Großen wie im Kleinen. Dieser Einsatz ist unbezahlbar und soll entsprechend gewürdigt werden. Denn der soziale Zusammenhalt in unserem Land, die Rücksichtnahme aufeinander und das gemeinsame Arbeiten an einer beständigen Verbesserung der Lebensqualität gehen ganz wesentlich auf den Einsatz der heute Ausgezeichneten zurück. Ohne Menschen wie sie wäre unser Land um vieles ärmer. Daher ist es uns – den Mitgliedern der Tiroler und Südtiroler Landesregierungen sowie dem Tiroler Landtag – ein großes Anliegen, jeder und jedem Einzelnen von ihnen unseren Respekt, unseren Dank und unsere Anerkennung auszusprechen“, betonte LH Günther Platter in seiner Festansprache. Der Landeshauptmann dankte auch den Partnern, Kindern und Freunden, denn „ohne ihr Verständnis, ihre Unterstützung und auch ihre Bereitschaft zum Verzicht wären die heute zu Ehrenden oft nicht in der Lage gewesen, das zu leisten, wofür sie heute ausgezeichnet werden.“ Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher ergänzte: „Solidarität, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit sind keine Selbstverständlichkeit. Daher ist es den Ländern Tirol und Südtirol ein gemeinsames Anliegen, diese Werte in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen. Wir tun dies, indem wir jenen Menschen, die diese Werte in besonderer Weise leben, danken und ihnen dafür Anerkennung zollen. Diese Frauen und Männer werden stellvertretend für die zahlreichen Ehrenamtlichen ausgezeichnet, die unbezahlbare Dienste für die Gemeinschaft leisten. Sie sind es, die nicht nur die eigenen Egoismen überwinden, sondern oft sogar so weit gehen, das eigene Leben zu gefährden, um anderen zu helfen!“

DANK DEN LEBENSRETTERN. Traditionellerweise wird am Hohen Frauentag auch jenen Menschen gedankt, die andere Menschen aus Notsituationen gerettet und dabei mitunter ihre eigene Gesundheit oder sogar ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt haben. Tiroler und Südtiroler LebensretterInnen erhielten heute die Lebensrettungsmedaille von den Landeshauptleuten als Zeichen der Wertschätzung überreicht. „Vor lebensbedrohlichen Situationen ist leider niemand gefeit – sei es bei Autounfällen, Bränden oder Wanderungen. Durch das beherzte, selbstlose und mutige Handeln der heute Ausgezeichneten wurde vielen Menschen das Leben gerettet, und dafür gebührt ihnen allen ein herzliches ‚Vergelt’s Gott‘“, so LH Platter.

13 NEUE ERBHÖFE. Ein Hof darf als „Erbhof“ bezeichnet werden, wenn er sich über 200 Jahre im Besitz derselben Familie in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum zweiten Grad (Geschwister) befindet. 13 Bauernfamilien haben diese Voraussetzungen erfüllt und erhielten heute für ihren Hof ein Erbhofschild aus Bronzeguß samt Urkunde von den Landeshauptleuten überreicht. Die Auszeichnung wird seit 1932 im Bundesland Tirol verliehen, aktuell gibt es in Nord- und Osttirol rund 1.000 Erbhöfe.

DIE GEEHRTEN AUS DEM ERSCHEINUNGSGEBIET DER RUNDSCHAU TELFS. Das Verdienstkreuz des Landes Tirol erhielten Bezirkshauptmann a.D. Herbert Hauser aus Telfs für seine Verdienste als langjähriger Bezirks-hauptmann,  Elisabeth Rathgeb aus Ranggen für ihre Verdienste um die Diözese Innsbruck als Seelsorgeamtsleiterin und Bgm. a.D. Friedrich Schöpf aus Hatting für seine Verdienste um das Gemeinwohl, insbesondere um die Gemeinde Hatting. Die Tiroler Lebensrettungsmedaille erhielt Thomas Watzdorf  aus Zirl. Er wurde Zeuge, als zwei 16-jährige Mädchen mit ihrem Moped über eine 2,5 Meter hohe Mauer in den Axamerbach stürzten. Er sprang über die Mauer in den Bach, leistete Erste Hilfe und leitete die Rettungskette ein. Die Mädchen wurden mit schweren Verletzungen in die Klinik Innsbruck gebracht. Die Verdienstmedaille des Landes Tirols erhielten Ramona Gastl aus Inzing für ihre Verdienste um das Sozialwesen, Harald Larcher aus Telfs für seine Verdienste um den „sicheren Schulweg“ und das Gemeinwohl und Maria Mair aus Flaurling für ihre Verdienste um das Seniorenwesen. 

Elisabeth Rathgeb aus Ranggen wurde für ihre Verdienste als Seelsorgeamtsleiterin der Diözese Innsbruck von LH Günther Platter und LH Arno Kompatscher mit einem Verdienstkreuz des Landes Tirol ausgezeichnet. Bischof Hermann Glettler gratulierte. Foto: Land Tirol/Die Fotografen
Thomas Watzdorf aus Zirl rettete zwei jungen Mädchen das Leben. Dafür gab es von den Landeshauptleuten Dank und Anerkennung. Foto: Land Tirol/Die Fotografen