Hohes Niveau beim 1. Brass Cafe im Park

Wetter und Musik harmonierten perfekt an diesem Nachmittag. RS-Foto: Weber

Die englische Blechkapelle „Silk Brass“ gastierte im Außerfern

Silk Brass – den Namen der Band machte das Ensemble zum Programm! Seidig weiche und geschmeidige Klänge erfüllten am vergangenen Sonntagnachmittag den Park und begeisterten die zahlreichen Zuhörer. Der „Blechhaufen“ zog musikalisch aber auch härtere Register.

Von Michaela Weber

Den Auftakt machte das 1997 gegründete Blechensemble mit dem Radetzkymarsch, womit sie das Publikum sofort in ihren Bann zogen. Das sehr abwechslungsreiche Repertoire erfrischte Band und Zuhörer gleichermaßen. Filmmusik, Musical, klassische und moderne Lieder rundeten den Sommertag im Park ab. Tony Wyatt dirigierte seine Crew durch „Fluch der Karibik“ und gab für die beschwingte Tanzmusik aus „Grease“ den Takt vor. Beim Lied „Probier´s mal mit Gemütlichkeit“ lieferten sich Solist Karl Price und die übrigen Ensemblemitglieder einen lustigen musikalischen Schlagabtausch.

Der Junglewalk verlangte vollen Körpereinsatz der Musiker. RS-Foto: Weber
Geschichte.

Schon im Jahre 1830 entdeckte man den zuträglichen gesundheitlichen Aspekt, den das Spielen eines Blechblasinstrumentes für die Lunge des Musikers hat. Durch die intensive Beanspruchung der Atemorgane ging man davon aus, Lungenschädigungen vorzubeugen. Ursprung der „Blechkapellen“ waren die Bergwerksgebiete Großbritanniens. Durch die finanzielle Förderung entstanden die ersten Gewerkschaftskapellen, die Firmen lukrierten Mitarbeiter und die Menschen hatten Arbeit. Diese, sich gegenseitig befruchtenden Gesichtspunkte, machte sich später auch die Heilsarmee zunutze. Jeder Soldat musste ein Blechblasinstrument spielen lernen. So zählte die Armee, nach Einführung dieser Bestimmung, ein paar Jahre später, über 400 Kapellen.

Ausklang.

Das anspruchsvolle und abwechslungsreiche Lied „Music“ verwandelte den Park in ein Universum, das die Anwesenden mit dem Liebeszauber der Musik infizierte. Die erste und letzte Liebe, wie es in der Ode heißt, sorgte für Gänsehaut. Der Applaus ließ die Musiker natürlich nicht ohne Zugaben von der Bühne. Auch für den einheimischen Gastmusiker der Silk Brass, Patrick Luttnig, hieß dies – nochmal tief Luft holen! Die Silk Brass Band hat schon langjährige Verbindungen ins Außerfern. Bereits zum siebten Mal gastierten die Musiker in unserem Bezirk.
Die Organisatoren der Naturparkregion Reutte und der Bürgermusikkapelle Reutte belebten mit dieser Veranstaltung einmal mehr den renovierten Pavillon im Untermarkt.

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